Düsseldorfs Leichtathleten sind bei den Ruhr Games sehr erfolgreich.

Leichathletik : 14 Medaillen an zwei Tagen

Leichtathletik Düsseldorfs Athleten bei Ruhr Games sehr erfolgreich.

Die NRW-Titelkämpfe im Rahmen der Ruhr Games, aber ausgegliedert in den Wedau-Sportpark vom eigentlichen Ruhr Games-Event-Geschehen im Duisburger Landschaftspark Nord zehn Kilometer entfernt, waren umkämpfter als in den Jahren zuvor und boten sehr vielen Zuschauern gute Leistungen. Die Erwartungen an die Medaillenausbeute der Düsseldorfer Leichtathleten waren sehr hoch. Und tatsächlich wurden die jungen Düsseldorfer Athleten diesenauch gerecht. Wie die 15-jährige Angermunder Hochspringerin Julia Küppers, die einen Vorsprung von fünf Zentimetern in der Meldeliste hatte, aber bei ihrer Siegeshöhe von 1,69 Meter auf einmal mit der Westfälin Annika Schulze-Kalthoff (Rosendahl) eine unerwartet starke Konkurrentin (1,66 m) erst mal schlagen musste. Julia übersprang die Höhe von 1,69 Meter im zweiten Versuch. „War ich aufgeregt heute“, gestand sie nach dem Wettkampf und war traurig darüber, dass ihr diesmal die 1,72 Meter nicht gelangen. Es reichte aber zum Sieg. Zum erwarteten Gold kam auch der 16-jährige Yannik Zein beim Speerwerfen mit 61,57 Meter, wobei böige Winde von hinten bessere Weiten unmöglich machte.

So wurde der 18-jährige ART-Dreispringer Aimo Warnt mit 14,44 Meter seiner Favoritenbürde gerecht, auch wenn er in den vergangenen zwei Wochen mit einer schweren Magen-Darm-Erkrankung viel Kraft verloren hatte. Seine Goldmedaille schenkte er seinem Trainer Silvio Zein. Sein um zwei Jahre jüngerer Bruder Aidan Warnt „erledigte“ das Kugelstoßen mit der Siegesweite von 15,60 Meter, obwohl er weit über 16 Meter stoßen kann. „Das war nichts heute“, gestand er sich selbstkritisch ein, als er auf seine stimmungsvolle Siegerehrung wartete.

Wireko startet nicht in sieben, sondern nur in drei Disziplinen

Natürlich gewann Joel Wireko (ASC) auch „sein“ Kugelstoßen bei der M 15 mit der um ein Kilo leichteren Kugel als bei Aidan Warnt (5 kg) mit neuer Bestleistung von 15,88 Meter. Der ASC-Alleskönner stand besonders im Blickpunkt, vor allem, als er beim 100-Meter-Lauf (11,59 Sekunden) ebenso die Vizemeisterschaft gewann wie beim Diskuswerfen mit einem Wurf erstmals über die 50-Meter-Marke (50,14 m). Insgesamt stand er siebenmal in der Meldeliste, doch die ASC-Trainer „verkürzten“ seine Auftritte auf lediglich drei. Den ART-Dreisprung-Doppelsieg von Kaja Bins (11,50 m) bei der U 20 mit einem Zentimeter vor Vereinskollegin Karla Gruss war nicht unbedingt zu erwarten gewesen, wie auch nicht der Erfolg im Stabhochsprung mit 3,50 Meter bei der U 18 von Jule Domat (ART). Nordrhein-Verbandspräsident Peter Wastl (Neuss) war nicht begeistert, wie man bei den Ruhr Games mit der olympischen Kernsportart Leichtathletik umgegangen ist und kündigte an, dass sich das so nicht mehr wiederholen darf, weil die Sportart Leichtathletik dann komplett aus den Ruhr Games aussteigen würde.

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