25 Jahre Spitzensport — das Sportwerk Düsseldor feiert

Jubiläum : Sportwerk feiert 25 Jahre Spitzensport

27 Deutsche Meisterschaften, diverse Erfolge in ganz Europa, mehr als 500 ausgebildete Trainer, knapp 700 Jugendliche im Verein — das Sportwerk ist weit mehr als ein Taekwondoklub.

Nach 25 Jahren ist es an der Zeit, mal zurückzuschauen. Das tut das Sportwerk Düsseldorf am Wochenende, am Samstag wird an der Volmerswerther Straße in Bilk gefeiert, unter anderem mit einem Konzert der Kultband Bajar. Denn die Erfolgsbilanz der Sportwerker ist wahrlich beeindruckend.

Seit 1994 haben allein die Taekwondoka des Klubs 27 Deutsche Meistertitel, 19 nationale Vizemeisterschaften und 16 Bronzeplaketten erkämpft. Bei NRW-Landesmeisterschaften standen Sportwerker 85 Mal auf dem Siegerpodest und gewannen neunmal den NRW-Titel.

Hinzu kommen viele internationale Erfolge wie ein Europameistertitel (2016 U 21, Ioanna Andreopoulous), drei Vize-Europameisterschaften und zweimal EM-Platz drei sowie Siege bei den French Open, Luxemburg Open, Spanisch Open, Belgian Open, Dutch Open, Austria Open, Polnish Open, Israel Open, Turkish Open, German Open, Greek Open und diverse Grand Prixs. Sportwerker waren auch schon neunmal für Deutschland bei einer Weltmeisterschaft im Einsatz.

Kein Wunder also, dass sich im Sportwerk Nationalkader-Athleten die Klinke in die Hand geben. Viele davon sind Sportwerker, so wie aktuell Ionna Andreopoulous und ihr Bruder Antonio sowie Sarah di Sinno. Im Sportwerk-Dress kämpften aber auch schon Olympiateilnehmer Levent Tuncat, WM-Teilnehmerin Melanie Hartung oder die einzige deutsche Jugendweltmeisterin Yanna Schneider.

„Wir haben viele Talente hervorgebracht, die dann eine WM oder EM bestritten haben. Deshalb brauchen wir Athleten von außen nicht mehr unbedingt“, erläutert Sportwerk-Vorsitzender Tayar Tunc. „Unser Vereinsgedanke ist ein anderer. Wir kümmern uns in Zukunft vorrangig um unsere eigenen Talente. Da gibt es genug und wir haben zuletzt mit allen Trainern im Verein dazu eine Philosophie entwickelt.“

Neben der sportlichen Qualität sind auch die Trainingsbedingungen im Sportwerk nahezu einzigartig. Eine Trainingshalle, großer Fitness- und Krafttrainingsbereich und eine im Sportwerk beheimatete Physiotherapiepraxis ziehen auch andere Spitzensportler in das Gebäude an der Volmerswerther Straße 26. Hier tun u.a. die Nationalmannschafts-Hockeyspielerinnen des DHC, Ruderer von RC Germania (beispielsweise Weltmeisterin Leonie Pieper), Triathlet Ruben Zepuntke, und diverse Leichtathleten (Lea Dederich,Toni Riediger) etwas für die allgemeine Fitness und kurieren Verletzungen mit aktiver Unterstützung aus. Auch Lukas Müller, Düsseldorfs bisher letzter Olympiasieger, kam zum Fitness-Training und zur Rehabilitation nach Verletzungen ins Sportwerk. Müller sicherte sich 2012 mit dem Deutschland-Achter olympisches Rudergold in London.

Doch das Sportwerk ist nicht nur Kaderschmiede, Trägerverein eines Bundes- und Landesstützpunkts sowie Fitnessclub sondern auch ein ganz normaler Breitensportverein. „Wir haben derzeit etwas mehr als 900 Mitglieder, davon sind über 700 Kinder und Jugendliche“, verrät Tunc. „Für die bieten wir jeden Tag alters- und leistungsgerechte Trainingsangebote.“ Nicht nur das, denn das Sportwerk ist auch ein zertifizierter Integrationsverein. „Wir integrieren jeden, in dem wir jeden genauso behandeln wie alle anderen. Bei uns sind eben alle gleich, völlig unabhängig davon, von wo sie herkommen“, konstatiert Tunc.

Und auch wenn die Stadt ruft, ist das Sportwerk dabei. So sind die Taekwondoka bei der städtischen Sportmesse „Kids in action“, dem Olympic Adventue Camp oder der Talentiade integraler Bestandteil. „Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Die Stadt hat uns schon geholfen, wir unterstützen die Stadt. Nur so funktioniert ein soziales Gemeinwesen“, sagt Tunc. Er hat 1994 die Sportschule Dersim e.V. gegründet und später in Sportwerk umbenannt.