TSG Sprockhövel muss in der Vorbereitung auf zwölf Spieler verzichten

Fußball : TSG muss auf zwölf Spieler verzichten

Die Sprockhöveler testen am Samstag gegen Monheim. Die Vorbereitung läuft schleppend.

Die gute und für die Spieler harte Vorbereitung für den Fußballoberligisten TSG Sprockhövel ist in den vergangenen Jahren der Grundstein für eine zufriedenstellende Spielzeit gewesen. Gut drei Wochen vor dem Saisonstart am 11. August gegen den Regionalligaabsteiger FC Kaan-Marienborn ist TSG-Trainer Andrius Balaika allerdings noch nicht ganz zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung.

„Es läuft etwas schleppend. Immer wieder fallen andere Spieler aus. Und in dieser Phase ist es nicht gut, wenn sie die Trainingseinheiten verpassen. Die Zeit wird einfach nur knapp“, sagt Balaika, der aktuell auf gut zwölf Spieler verzichten muss. Sogar ein Gastspieler, den der TSG-Coach im letzten Testspiel eingesetzt hatte, fiel nach zehn Minuten mit Muskelproblemen aus.

Zusätzlich zu den Verletzten macht sich der Ausfall von Ibrahim Bulut, der sich im abgesprochenen Urlaub befindet, bemerkbar. Da sich mit Stürmer Hassan Ülker, der zum Niederrhein-Oberligisten SSVg Velbert wechselt, noch ein Kandidat aus der jüngsten Saison verabschiedet hat, trainieren im Baumhof zeitweise gerade mal elf Spieler.

Das fehlen von Luca Hauswerth und Tom Sindermann, die sich mit der Uni-Auswahl bei den Europameisterschaften befinden, sieht Balaika entspannter. „Die trainieren und spielen dort. Das wird passen“, sagt der Übungsleiter, dem in dieser Saison mit Yakup Göksun ein neuer Co-Trainer zu Seite steht. „Wir kannten uns ja schon vorher und hatten immer wieder Kontakt. Er ist es auch gewöhnt, mit jungen Leuten zu arbeiten. Daher wussten wir, dass die Philosophie stimmt und es gut funktionieren kann“, beschreibt Balaika seinen neuen Trainings-Partner.

Auch wenn vieles nicht nach seinen Wünschen läuft, will Balaika trotz des schweren Auftaktprogramms und des dürftigen Trainingsverlaufs keine Panik verbreiten. „Wenigstens bei den Spielen läuft alles nach Plan“, sagt der 40-Jährige über die beiden Partien gegen die Velberter Clubs SC und TVD Velbert, die beide mit 3:2 gewonnen wurden.

„Man konnte dabei schon sehen, welche Qualität in den jungen Spielern drin steckt“, sagt Balaika. Lediglich mit den ersten 45 Minuten der ersten Halbzeit in der ersten Partie und den letzten 20 Minuten im zweiten Spiel zeigte er sich nicht zufrieden. „Das zeigt aber auch, dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben“, erklärt der ehemalige Nationalspieler von Litauen.

Wer Ex-Kapitän Tim Oberdorf beerben wird, der sich dem Reserveteam des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf angeschlossen hat, hat Balaika übrigens noch nicht fest gelegt. „Dafür haben wir noch etwas Zeit“, erklärt Balaika, der sich bis dahin einige Kandidaten aussucht und diese dann in Form eines Spiellerrates untereinander wählen lässt. Diese Vorgehensweise hätte sich in den vergangenen Jahren am besten bewährt, sagt der Coach, der in seiner fünften Saison als TSG-Cheftrainer bereits den vierten Umbruch einleitet.

Balaika möchte kein
Saisonziel angeben

Wie in den Vorjahren möchte Balaika kein Saisonziel ausgeben. Allerdings habe er immer das Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Auch eine Platzierung wie in der Vorsaison könne man nicht garantieren. Man habe gesehen, wie knapp es war. „Da kann auch schnell mal alles schief gehen“, sagt Balaika, der natürlich nichts dagegen hätte, wieder unter den ersten sechs zu landen. Auch wenn der Meisterschaftsbeginn für sein Team womöglich noch etwas zu früh kommen dürfte. Mit SC Monheim erwartet die TSG am kommenden Samstag, 15 Uhr, der nächste harte Brocken aus der Oberliga-Niederrhein im Baumhof.

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