1. Sport
  2. Fußball
  3. KFC Uerdingen

Halil Özcelik: Einst KFC-Torwart, jetzt Verkäufer für Capelli-Sport

Sport : Trikots für Profiteams und Bezirksligisten

Halil Özcelik war Spieler des KFC Uerdingen. Jetzt vertreibt er die Trikots des Fußball-Drittligisten.

Halil Özcelik erlebt aufregende Tage. Der 29-Jährige wurde in dieser Woche zum ersten Mal Vater. „Nachwuchs für den KFC Uerdingen“, witzelt der Mann, der selber in der Jugend der Blau-Roten ausgebildet wurde und als Torwart in der Saison 2009 und zwischen 2011 und 2013 zum Profikader der Krefelder gehörte, bevor er vier Jahre für den VfR Fischeln aktiv war. Die Torwarthandschuhe hat Özcelik vor anderthalb Jahren an den Nagel gehängt. Auch weil sein Beruf zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Denn der gebürtige Kamp-Lintforter ist Area Sales Manager bei Capelli Sports. Der Sport- und Freizeitmarke des US-amerikanischen Modelabels Capelli New York. Seine Kunden: Sportvereine in ganz Europa, speziell aber in Nordrhein-Westfalen. „In Krefeld sind wir unter anderem Ausrüster des KFC Uerdingen und der Handballer von der HSG Krefeld“, sagt Özcelik, der in der Europa-Zentrale des Unternehmens in Ratingen tätig ist.

Das Unternehmen hat neben den beiden Krefelder Vereinen auch die Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim und MSV Duisburg unter Vertrag, ist bei den Meiderichern sogar Anteilseigner. Teams mit Trikotsätzen des Sportartikelherstellers gibt es unter anderem auch in Griechenland (AEK Athen), Dänemark (HB Koge), Ghana (Interallies) und Jamaika (Montego Bay United). „Unser Augenmerk liegt aber nicht ausschließlich auf namhaften Mannschaften, wir sind auch vielerorts Partner bei kleinen Vereinen – insbesondere auch in Deutschland“, sagt Özcelik. So zum Beispiel beim SV Straelen aus der Fußball-Oberliga oder neuerdings auch bei Bezirksligist VfL Tönisberg. Özcelik stellte den Kontakt zum Sportlichen Leiter der Tönisberger, Josef Cherfi, her. Beide kennen sich gut aus alten Zeiten, damals spielte Özcelik beim VfR Fischeln unter Cherfi und stand in der Oberliga zwischen den Pfosten.

Das Engagement beschränkt sich dabei nicht nur auf die komplette Ausrüstung der Jugend- und Seniorenteams, zudem möchte Capelli auch die Namensrechte für die Tönisberger Anlage gewinnen und in den „Capelli Sport-Sportpark“ umtaufen. Die Anfrage liegt derzeit bei der Stadt. VfL-Teammanager Marcus Bister sagt: „Das ist für uns eine super Sache von der wir nur profitieren können.“ Laut Özcelik ist die nahende Kooperation mit dem VfL Tönisberg ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit mit einem kleineren Verein, der auch in Sachen Design ganz eigene Ansprüche anmeldet. „Auch in den unteren Ligen ist Design ein wichtiges Kriterium geworden bei der Gestaltung der Trikots, deshalb bieten wir individuelle Trikotsets.“

Drei verschiedene Trikotssätze besitzen auch die Profis beim KFC Uerdingen. Klassisch in blau und rot (wie in der Satzung des Vereins vor einigen Jahren festgelegt wurde), hellblau (in Anlehnung an die Trikots vom DFB-Pokalfinale 1985) und schwarz. 3000 Trikots des Drittligisten gingen laut Öczelik in dieser Saison über die Ladentheke. „Gerade arbeiten wir an den Entwürfen für die neue Saison und die Fans dürfen sich freuen“, verrät Özcelik, ohne Details zu den Entwürfen zu nennen. Querstreifen werden es aber beim klassischen blau-roten Heimtrikot nicht mehr sein.