KFC-Kapitän Mario Erb kämpft um seinen Stammplatz

Fußball: Kapitän Erb kämpft um Stammplatz

Die Position Innenverteidiger ist beim KFC prominent besetzt. Am Freitag kommt Köln.

Es war der 29. September. Der KFC Uerdingen spielte gerade bei Fortuna Köln. Es liefen die letzten Minuten der ersten Hälfte. Da ging es für Mario Erb nicht mehr weiter. Der Kapitän schied mit einer Schienbeinkopfverletzung aus. Eine dreimonatige Pause war die Folge für den 28-jährigen Innenverteidiger. Und seitdem ist nichts mehr wie es war. Erb kehrte zwar Anfang Januar ins Training zurück, seinen Platz in der Startelf aber muss sich der Spielführer seitdem hart erkämpfen.

Bundesligaspieler wie Maroh
und Lukimya kamen hinzu

Im vergangenen Halbjahr hat sich einiges beim KFC auf der Position der Innenverteidiger getan. Wenige Tage vor Erbs Verletzung im September hatten die Uerdinger noch den früheren Bundesligaprofi Dominic Maroh dazu geholt. Er verpasste seitdem nur zwei Partien, das erste Spiel in Karlsruhe und das Heimspiel gegen Rostock wegen eines Infekts. Ansonsten war Maroh unter den Trainern Stefan Krämer, Interim Stefan Reisinger und Nachfolger Norbert Meier gesetzt. Er spielte ohne Unterbrechung.

Mario Erb hat sich seit Januar mit dem Ende Januar kurz vor Transferschluss verpflichteten Assani Lukimya die Aufgabe als zweiter Mann neben Maroh geteilt. Erb spielte gegen Meppen und 1860 München, als die Spielberechtigung Lukimyas noch nicht vorlag. In Großaspach ließ er Lukimya den Vortritt, gegen Münster und Halle war er ohne Einsatz im Kader, kehrte erst gegen Karlsruhe in die Startelf zurück. Gegen Zwickau war Erb dann wieder Zuschauer.

Trainer Norbert Meier betonte schon vor wenigen Tagen, dass er „drei sehr gute Innenverteidiger“ habe. Der Wettkampf auf dieser Position sei völlig offen. Lukimya kennt der 60-Jährige noch aus seiner Zeit bei Fortuna Düsseldorf. Dennoch sagt er: „Er ist ein ganz erfahrener Mann, genießt aber kein Vorrecht. Erb ist der Kapitän dieser Mannschaft. Er ist seit der Regionalliga dabei.“

Bei Lukimya lobte Meier dessen Kopfballstärke, die ihn gegen Zwickau zum Favoriten machte. Doch dem 33-Jährigen aus dem Kongo hat zuletzt auch die Spielpraxis gefehlt. Man darf also gespannt sein, wer am Freitagabend die Chance erhält, wenn der KFC in Duisburg auf Fortuna Köln trifft.

Die aktuelle Negativphase mit neun Spielen ohne Sieg hat Folgen. Der Aufstiegs-Relegationsplatz drei ist nun mit neun Punkten Rückstand genauso weit entfernt wie die Abstiegsplätze, zu denen es ebenfalls neun Punkte sind. „Wir müssen uns auf diese Situation einstellen. Es ist wichtig möglichst schnell zu punkten“, sagt Meier.

Doch das stellt sich schwerer dar als angenommen für eine Mannschaft mit dieser Anzahl hochdekorierter Spieler. Vier Elfmeter verursachten die Krefelder in den vergangenen drei Spielen. Dazu immer wieder individuelle Fehler. Gegentore in Hülle und Fülle sind die Folge. „Es ist auch mal wichtig, zu Null zu spielen“, so Meier. „Dann haben wir zumindest schon einmal einen Punkt, sollten wir unsere Torchancen nicht nutzen.“

Ausgelassene Torchancen, waren ein anderer Grund, warum es zuletzt nicht zu einem Sieg für Uerdingen reichte. Zusammenhalt ist gefragt: „Wir müssen beweisen, dass wir eine echte Truppe sind und nicht nur ein zusammengewürfelter Haufen“, sagt Meier.

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