SC West gewinnt Düsseldorfer Derby gegen die TuRU

Fußball-Oberliga : SC West schießt die TuRU ab

Vor dem Spiel sprach eine Menge für die TuRU, doch dann geht so gut wie alles schief. Am Ende eines hitzigen Oberliga-Derbys steht es 5:1 für die Oberkasseler.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte die TuRU im Oberliga-Derby gegen ihren Angstgegner SC West. Als ob die 1:5 (0:3)-Abfuhr nicht schon Strafe genug war, beklagten die Oberbilker mit Anil Ozan und Vedran Beric auch noch zwei weitere Verletzte in ihrem ohnehin schon gut gefüllten Lazarett. „Es gibt so Wochenenden, da ahnt man schon vor dem Anpfiff Böses“, begann Samir Sisic seine Analyse nach der Partie.

TuRUs Trainer war durch die kurzfristigen Ausfälle von Adnan Hotic (Achillessehne) und Toni Munoz (Meniskus) zu diversen Umstellungen in seiner Startelf gezwungen, die nach eigener Aussage aber „allesamt in die Hose gingen.“

Vor rund 60 Zuschauern im Stadion an der Feuerbachstraße brannten die im Abstiegskampf verwickelten Gäste des SC West vom Anpfiff weg ein kleines Feuerwerk ab. Die TuRU kam in der ersten halben Stunde kaum an einen Ball, geschweige denn in einen Zweikampf. Symptomatisch war die Entstehung des 0:1, als Zieba drei Gegner auf dem Bierdeckel austanzte und dann vom überforderten Gegenspieler Marvin Matten gelegt wurde. Rico Weiler verwertete den fälligen Strafstoß sicher (17.). Nur vier Minuten später musste TuRUs generierter Keeper Björn Nowicki den Ball ein zweites Mal aus dem Netz holen, nachdem Andrej Hildenberg eine traumhafte Kombination präzise abschloss (21.).

Nowicki fordert lautstark die Auswechselung eines Kollegen

Aus Sicht der TuRU gleich die erste Hälfte einem Albtraum, der mit dem 0:3 von Hildenberg (44.) und der Herausstellung des meckernden Samir Sisic (45.) endete. Dass Björn Nowicki kurz vor dem Pausenpfiff lautstark die Auswechslung eines Teamkollegen einforderte, sagte alles über den Zustand der TuRU im ersten Abschnitt aus.

Immerhin kehrten die Hausherren mit einer etwas verbesserten kämpferischen Einstellung auf den Rasen zurück. In einem zunehmend hitziger werdenden Derby setzte aber weiter der Gast die Akzente. Rico Weiler kam nach einer Ecke von Zieba völlig ungestört am ersten Pfosten zum Kopfball — 0:4 (61.). Sein Abwehrkollege Kristijan Stefanovski durfte wenige Minuten später nach Flanke von Dennis Ordelheide sogar das 0:5 bejubeln (74.). Den sportlichen Schlusspunkt setzte schließlich TuRUs-Torjäger Jacub Przybylko mit seiner Direktabnahme zum 1:5-Endstand (79.), ehe es in den letzten Minuten zu einigen unschönen Szenen mit Rudelbildung gab. Das Nachtreten von Yasir Sahin gegen Maciej Zieba hätte dabei ebenso einen Platzverweis nach sich ziehen können, wie Ziebas Revancheaktion. „Es gab von beiden Seiten unnötige Aktionen. Da müssen die Spieler einen kühlen Kopf bewahren“, gab Ranisav Jovanovic zu Protokoll.

Turu: Nowicki - Berit (55. Ballah), Reitz, Ozan (46. Nimoh), Rey Alonso, Matten (36. Sahin), Funk, Galleski, Ayas, Krämer, Przybylko SC

West: Siebenbach - Stefanovski, Weiler, Zilgens, Commodore - Ewertz, Hobson-Mc Veigh, Zieba, Ordelheide (74. Senic) - Ribeiro (65. Stutz), Hildenberg (79. Deuß)

Tore: 0:1 (17., Foulelfmeter) Weiler, 0:2, 0:3 (21., 44.) Hildenberg, 0:4 (61.) Weiler, 0:5 (74.) Stefanovski, 1:5 (79.) Przybylko