TuRU verliert und darf sich freuen

TuRU verliert und darf sich freuen

Die Oberbilker sind trotz eines 1:4 in Schonnebeck gerettet. West schenkt Vohwinkel sieben Tore ein.

Selten hatten sich die Oberliga-Fußballer der TuRU nach einer Niederlage so freuen können wie gestern Nachmittag. Das 1:4 (0:0) bei Spitzenreiter Spielvereinigung Schonnebeck störte auf Seiten der Oberbilker niemanden, weil parallel auch der VfB Hilden das Kellerduell gegen den VfR Fischeln mit 5:1 für sich entschied und damit nicht nur den eigenen sondern auch den Klassenerhalt der TuRU perfekt machte. „Wir haben heute noch einmal ein Spiegelbild dieser Saison gesehen“, sagte TuRUs Trainer Samir Sisic nach der Partie.

Sein Team bot im ersten Abschnitt eine gute Leistung, traf das Tor aber nicht. Adnan Hotic und Fabio Fahrian vergaben zwei glasklare Chancen. Die Platzherren aus Essen zeigten dann nach der Pause, was ein Spitzenteam ausmacht. Kevin Barra stellte den Spielverlauf mit einem Schuss aus knapp 20 Metern auf den Kopf (55.). „Das Gegentor war Gift für unsere Moral“, meinte Sisic, der sich aber auch über den Unparteiischen Robin Delfs ärgerte, der Schonnebeck binnen vier Minuten zwei Strafstöße zusprach. „Zumindest der erste war ein Witz“, sagte Sisic, der nach der Pause aber auch die Überlegenheit des Ligaprimus anerkannte. „Da hat man dann schon gesehen, dass die Mannschaft nicht zufällig an der Spitze steht.“ Christopher Krämer (81.) sorgte immerhin noch für das Ehrentor.

TuRU: Mendes da Costa — Wolf (83. Ozan), Hotic, Reitz, Matten, Fahrian, Schneider, Ferati, Przybylko (73. Krämer), Kanschik (61. Abel), Ayas; Tore: 1:0 (55.) Barra, 1:1, 2:1 (61., 64., Foulelfmeter) Ketsatis, 4:0 (78.) Bartsch, 4:1 (81.) Krämer

Den erwarteten offenen Schlagabtausch lieferten sich der FSV Vohwinkel und der SC West. Dass die Gäste aus Oberbilk am Ende mit 7:3 (4:2) die Oberhand behielten, durfte auch nicht überraschen. Allerdings verlief der Spielbeginn aus Sicht des SC West alles andere als gewünscht. Nach einer Viertelstunde und zwei schnörkellos vorgetragenen Angriffen lag der FSV mit 2:0 in Front. „Da haben wir sehen können, dass auch Vohwinkel über gute Spieler verfügt“, lobte Wests Trainer Julien Schneider den als Absteiger feststehenden Gegner. Doch seine Elf steckte den Doppelschlag gut weg und hatte bis zum Pausenpfiff für klare Verhältnisse gesorgt. Andrej Hildenberg und Sebastian Santana stellten jeweils per Doppelpack auf 4:2 für die Oberkasseler. „So schnell auf ein 0:2 zu antworten, spricht auch für mein Team“, meinte Schneider. Die Gastgeber waren nun am Boden und fingen sich drei weitere Treffer ein.

SC West: von Ameln — Cetin, Kosmala, Gyasi, Omote, Hobson-Mc Veigh (60. Yildiz), Zilgens, Stutz (60. Ordelheide), Zieba, Hildenberg (60. Bobyrew), Santana; Tore: 1:0 (8.) Zupo, 2:0 (16.) A. Kostikidis, 2:1, 2:2 (23., 25.) Hildenberg, 2:3, 2:4 (30., 44.) Santana, 2:5 (52.) Zieba, 2:6 (56.) Omote, 2:7 (80.) Santana, 3:7 (85.) Heinen

Andreas Billetter hatte es schon vor der Partie gegen den TV Jahn Hiesfeld geahnt. „Die noch verbleibenden Gegner spielen eigentlich in einer anderen Liga“, ordnete der Trainer des Absteigers DSC 99 die Lage ein. Nach dem 90 Minuten auf dem Kunstrasen an der Windscheidstraße durfte sich der A-Lizenzinhaber bestätigt fühlen. Hiesfeld hatte die Partie schon nach 20 Minuten in sichere Bahnen gelenkt und auch im zweiten Abschnitt keine Zweifel aufkommen lassen. Am Ende verlor der DSC mit 0:4 (0:2).

DSC 99: Savonis — Matic, Wölfer (78. Koß), Stefanovski, Driouch, Nomiya (46. Mink), Ide (71. Yasir), Citak, Lobato, Tekadiomona, Aydin; Tore: 0:1 (8.) Schirru, 0:2 (16.) Mastrolonardo, 0:3 (51., Eigentor) Matic, 0:4 (89.) Riebling