Fußball-Oberliga : TuRUs Hotic zeigt starke Nerven

Fussball-Oberliga Der TuRU-Spieler verwandelt gegen Essen in der 90. Minute einen Elfmeter und macht den 1:0-Erfolg für die Sisic-Elf perfekt.

Die reguläre Spielzeit und die angezeigte Nachspielzeit waren schon längst um, als es im Stadion an der Feuerbachstraße noch einmal hoch her ging. In der Partie zwischen der Turu und dem ETB Schwarz-Weiss Essen hatten sich alle Beteiligten da eigentlich schon mit einem torlosen Unentschieden abgefunden, ehe bei ETB-Keeper Sven Möllerke offenbar die Sicherung durchbrannten. Möllerke hatte soeben einen schwach getretenen Freistoß von Vedran Beric nach erfolgreichem Luftkampf mit Jacub Przybylko abgefangen. Doch anstatt danach einen vielversprechend scheinenden Konter über den frei stehenden Kohei Yokozawa einzuleiten, ließ sich Möllerke mit dem Ball in der Hand zu einer Tätlichkeit gegen Przybylko hinreißen.

Der Unparteiische Robin Schuffelen entschied folgerichtig auf Strafstoß, den Adnan Hotic nervenstark zum 1:0-Endstand verwandelte. „Das war in meinen Augen eine dumme Aktion des Torhüters, die wir gerne angenommen haben“, sagte Turus Trainer Samir Sisic nach der Partie. Sein Team hatte sich nach einer verteilten ersten Hälfte im zweiten Abschnitt auf einen offenen Schlagabtausch eingelassen, in dem zunächst keines der beiden Teams die sich bietenden Chancen zu nutzen wusste. Doch dann verhalf Möllerke der Turu doch noch zu drei wertvollen Punkten.

Turu: Nowicki - Rey Alonso, Hotic, Reitz, Beric, Munoz-Bonilla (90. Matten), Funk, Naciri (14. Ozan), Galleski, Krämer (76. Ayas), Przybylko

Tor: 1:0 (90., Foulelfmeter) Hotic

SC West spielt gegen
Vizemeister Schonnebeck 1:1

Das zweite Unentschieden im zweiten Spiel gab es für den SC West unter der Leitung des neuen Trainers Ranisav Jovanovic. Mit dem 1:1 (0:1) beim amtierenden Vizemeister Spielvereinigung Schonnebeck konnten die Oberkasseler am Ende auch gut leben. „Wir haben vor der Partie insgeheim schon auf drei Punkte geschielt, gemessen am Spielverlauf ist die Punkteteilung aber schon in Ordnung“, sagte Wests Teammanager Manuel Haber. Die Gäste gerieten früh ins Hintertreffen und hatten vor der Pause darüber hinaus noch den einen oder anderen brenzligen Moment zu überstehen.

Ranisav Jovanovic reagierte zur Pause, sprach seinen Schützlingen neuen Mut zu und bewies mit der Hereinnahme von Dennis Ordelheide ein goldenes Händchen. Der „Joker“ belohnte die nach dem Seitenwechsel sehr engagiert auftretende Jovanovic-Elf mit dem Tor zum 1:1-Endstand (68.).

SC West: Siebenbach - Stefanovski, Gyasi, Weiler, Commodore - Zilgens, Ewertz, Senic (46. Ordelheide), Zieba, Ribeiro (81. Santana), Hildenberg (88. Deuß)

Tore: 1:0 (6.) Heppke, 1:1 (68.) Ordelheide