BHC: Vitek hofft auf neuen Schub

BHC: Vitek hofft auf neuen Schub

Der BHC ist am kommenden Samstag (20 Uhr) klarer Favorit bei Schlusslicht SG Leutershausen.

Wuppertal/Leutershausen. Die Heimniederlage gegen Spitzenreiter TV Emsdetten haben die Handballer des Bergischen HC abgehakt. Da unter dem Strich fast alle Verfolger ebenfalls — und zum Teil unerwartet — Federn ließen, linderte das zwar nicht die Enttäuschung, aber zumindest die negativen Auswirkungen in der Tabelle. Da hat der Tabellenzweite nämlich nach Minuspunkten gerechnet nach wie vor einen Vier-Punkte-Vorsprung auf die Nichtaufstiegsplätze. Und diese Ausgangsposition scheint nicht die schlechteste zu sein angesichts des bevorstehenden Spielplans. Denn in der Hinrunde folgten der ersten Emsdetten-Pleite eine Serie von elf Siegen in Folge. Gelänge den Löwen jetzt eine Wiederholung dieses Laufs, dann dürfte der Erstligaaufstieg so gut wie sicher sein.

Erste Station der BHC-Tournee wird am Samstag (Anwurf 20 Uhr) die Heinrich-Beck-Halle in Hirschfeld-Leutershausen sein, wo der Tabellenletzte zuhause ist. Und mit der SG Leutershausen verbinden die Bergischen in dieser Saison ausschließlich gute Erinnerungen. Erst ein sicherer 34:29-Erfolg im DHB-Pokal, dann ein 41:26-Kantersieg in der Meisterschaft.

Bester Mann damals war Jiri Vitek mit sieben Treffern. Es war neben dem Spiel in Aue der einzige richtig gute Auftritt des Tschechen in dieser Saison. Ansonsten gehört der 33-Jährige, dessen Vertrag vom BHC nicht verlängert wird, sicherlich zu den Enttäuschungen der bisherigen Saison. Und auch die Rückrunde lief für Vitek nicht gut an. Obwohl mit Kristian Nippes der andere Halbrechte verletzt war, gingen von dem Rückraumspieler in den ersten beiden Spielen so gut wie keine Impulse, geschweige denn Torgefahr aus. Vitek wirkt ohne Selbstvertrauen, spielt den Ball meist nur weiter, ohne ernsthaft Druck auf die Deckung auszuüben. Bei der Pressekonferenz nach dem Emsdetten-Spiel wurde BHC-Trainer Sebastian Hinze darauf angesprochen, ob die schwache Vitek-Leistung mit ausschlaggebend für die Niederlage gewesen sei. Diese an der halbrechten Position aufzuhängen, empfand Hinze aber als falsch und ungerecht. „Wir haben gegen Emsdetten nur auf drei Positionen gute Leistungen gezeigt: auf Halbrechts, am Kreis und im Tor“, so Hinze. Und das sei insgesamt schlicht zu wenig gewesen, um ein Spitzenspiel zu gewinnen. Dennoch bleibt auch bei Hinze die Erwartung, dass von Vitek mehr kommen müsse. „Aber ich sehe, wie gut er trainiert und merke, dass er versucht, sich aus dieser Phase herauszukämpfen“, berichtet Hinze, der glaubt, dass es es dem ruhigen Tschechen gut tun wird, dass Nippes wieder fit ist, auch wenn es ihm noch ein wenig an Wurfkraft fehlt.

Aber vielleicht wird auch die Erinnerung an seinen tollen Hinspielauftritt Vitek am Samstag noch einen Extra-Schub geben.