WSV II: Auftakt nach Maß

Die Zweite ist erfolgreich aus dem Winterschlaf erwacht und gewinnt mit 3:0 beim SC Kapellen-Erft.

Wuppertal. Für das Oberliga-Team des WSV rollte am Sonntag endlich wieder der Ball: Im ersten Spiel nach der Winterpause erwischte die Mannschaft beim 3:0 in Grevenbroich gegen den SC Kapellen-Erft einen Auftakt nach Maß.

Klaus Schütz, Trainer des bisherigen Tabellenzweiten Kapellen, musste sich nach elf Partien ohne Niederlage trotzt eines guten Starts seiner Mannschaft bereits in der 34. Minute mit dem für ihn neuen Gefühl einer Niederlage vertraut machen. Denn Markus Wolf brachte den WSV durch einen abgefälschten Schuss, der sich über Torwart Offermann ins Netz senkte, in Führung.

Zuvor hatten die Rot-Blauen allerdings Glück, als Kapellens Urgestein und Kapitän Sven Raddatz für die Hausherren auf der Gegenseite nur das Aluminium getroffen hatte (12.).

WSV-Coach Seung-Man Hong, der bereits vor dem Spiel große Zuversicht ausgestrahlt hatte, sah sich in der 48. Minute bestätigt, als Benny Schröder einen an Murat Gümüstas verwirkten Foulelfmeter zum 2:0 verwandelte. Doppelte Bestrafung für das Schütz-Team, denn Sükrü Ak wurde zudem nach seiner Notbremse des Feldes verwiesen. Die Platzherren liefen auch in der Folgezeit meistens hinterher und fanden kein Rezept gegen die stark aufspielenden Wuppertaler, die offenkundig wesentlich ausgeruhter aus dem Winterschlaf erwacht waren.

In der 67. Minute war es Ramazan Ünal, der die Überlegenheit zum 3:0 nutzte. Wenige Minuten vorher musste Stephan Wanneck mit einer Schulterverletzung vom Platz und wurde später ins Krankenhaus transportiert — ein wahrhaft gebrauchter Tag für den SC Kapellen-Erft.

Für WSV-Trainer Seung-Man Hong und seine Mannschaft hingegen hätte es in seinem ersten Pflichtspiel als hauptverantwortlicher Trainer der Zweiten nicht besser laufen können: „Wir haben diszipliniert gespielt und gut umgeschaltet. Unser Konzept ist voll aufgegangen“, so Hong, „auch wenn wir in der Schlussphase durch Zorkol, Schröder und Korkmaz noch einige klare Chancen haben liegenlassen.“

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