Rollhockey: RSC bekommt italienische Lehrstunde

Rollhockey: RSC bekommt italienische Lehrstunde

Mit 4:9 kommt der RSC in der Europaliga zu Hause gegen Viareggio unter die Räder.

Wuppertal. Italienische Nationalmannschaften scheinen deutschen Teams nicht zu liegen. Das gilt für den Fußball genauso wie für Rollhockey. So war es wohl kein Wunder, dass der RSC Cronenberg am Samstag gegen das italienische Starensemble von CGC Viareggio auch im letzten Heimspiel der Europaliga-Saison leer ausging. Verwundert waren die rund 250 Zuschauer in der Cronenberger Alfred-Henckels-Halle allerdings über die Deftigkeit der Niederlage, die am Ende mit 4:9 (2:4) recht happig ausgefallen war.

Dabei waren die Cronenberger nicht um fünf Tore schlechter, aber Viareggio, das praktisch die italienische Nationalmannschaft — verstärkt durch den Argentinier Emanuele Garcias — aufbot, war mindestens um fünf Tore cleverer. „Es ist wie im Fußball gegen die Italiener.

Du weißt gar nicht wie und hast dir schon ein paar Tore gefangen“, kommentierte Ex-RSC-Star Jan Velte als Zuschauer die erste Halbzeit, in der die Italiener trotz guten Beginns der Hausherren nach zehn Minuten schon mit drei Toren vorne lagen.

Dass das auch die RSC-Spieler wütend machte, dokumentierte Pedro Fragoso, als er nach seinem Anschlusstreffer zum 1:3 den Schläger trotzig in die Ecke feuerte. Viareggio blieb cool und spielte die RSC-Abwehr mit schnellen Kombinationen vor dem Tor teilweise schwindlig.

Gut, dass Basti Wilk im RSC-Kasten einen Sahnetag erwischt hatte, genauso allerdings Italiens Nationalkeeper Federico Bianchi auf der Gegenseite. So hatte der RSC nach dem erneuten Anschlusstreffer zum 2:4, den Marco Bernadowitz nach schöner Finte erzielte, mehrfach die Gelegenheit, näher heranzukommen.

Doch während der grippegeschwächte Benni Nusch an Bianchi immer wieder scheiterte, machten die Italiener bei schulmäßigen Kontern kurzen Prozess. Kapitän Mark Wochnik, der wie immer fast durchspielte, machte das Ergebnis mit zwei Treffern in der Schlussphase noch erträglicher für die Löwen. „Positiv ist, dass wir uns viele Chancen herausarbeiten konnten. Wir müssen aber daran arbeiten, die künftig auch besser zu nutzen“, erkannte RSC-Trainer Sven Steup schon im Hinblick auf die Bundesliga.