Viel Applaus für Wuppertals musizierenden Nachwuchs

Jugend musiziert: Viel Applaus für musizierenden Nachwuchs

Stadthalle: Großes Interesse für Preisträger-Konzert des Wettbewerbs „Jugend musiziert“.

Wer den großen Andrang in der Stadthalle sah, konnte denken, dass hier gleich ein bedeutendes Symphonieorchester oder ein renommierter Solomusiker auftreten würde. Doch an diesem Sonntagvormittag hatte der Nachwuchs seinen Auftritt im großen Saal des prachtvollen Gebäudes auf dem Johannisberg. Beim Preisträgerkonzert von „Jugend musiziert“ traten 20 Sieger des Regionalwettbewerbs vor beinahe vollbesetztem Haus auf. Unter den Besuchern waren viele interessierte Altersgenossen sowie Eltern und Verwandte.

Elf Solokünstler, Duos oder Ensembles präsentierten ihr Können. Sie alle hatten bei dem 56. Regionalwettbewerb Bergisch Land erste Plätze belegt, der am letzten Januarwochenende in der Bergischen Musikschule an der Hofaue in Wuppertal durchgeführt worden war. Alle Vortragenden hatten für ihre Leistungen Topbewertungen von 23 bis 25 Punkten erhalten und sich – sofern die Musiker ein gewisses Alter haben – zugleich für den Landeswettbewerb qualifiziert, der vom 6. bis 10. März in Köln über die Bühne gehen wird.

Die Moderation der etwa 90-minütigen Veranstaltung übernahm der Leiter der städtischen Musikschule, Raphael Amend. Das musikalische Programm reichte von spanischer Gitarrenmusik über klassische Stücke und Chorgesang bis zu modernen Liedern und sogar Eigenkompositionen.

Die jungen Musikerinnen und Musiker vertraten städtische Musikschulen aus Wuppertal, Solingen, Remscheid und Leverkusen. Die Höchstpunktzahl von 25 hatte zum Beispiel Christina Neufeld aus Wuppertal in der Altersgruppe V (Jahrgänge 2001/02) erreicht. Sie trug auf der Violine einen Walzer aus „Cinderella“ von Sergej Prokofiev vor und erntete für ihre Darbietungen sogar einen „Bravo“-Ruf aus den Zuschauerreihen.

Auch Eigenkompositionen
wurden zu Gehör gebracht

Eine ungewöhnliche Interpretation am Kontrabass bot Sophie Streibon aus Leverkusen. Die 16-Jährige stellte eine Eigenkomposition vor, bei der sie nicht nur die langen Saiten des Instruments zum Klingen brachte, sondern auch auf dem Klangkörper selbst klopfte und trommelte.

Als jüngste Ensemblegruppe traten Ngoc Mai Nguyen, Thu Ha Nguyen (beide Violine) und Kim Ly Nguyen (Klavier) mit den „Puszta-Bildern“ von Eberhard Werdin auf. Die drei Mädchen aus Solingen, die trotz des gleichen Nachnamens nicht miteinander verwandt sind, hatten in der Altersgruppe IA (Jahrgang 2009/10) 24 Punkte errungen.

Jeder der Vortragenden erhielt eine Urkunde für seine Erfolge, zudem wurden zum Abschluss alle Teilnehmer des Regionalwettbewerbs auf die Bühne gebeten, um sich Applaus für ihren Einsatz abzuholen. Musikschulleiter Amend verwies darauf, dass man für 2025 gerne den Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ nach Wuppertal holen würde.

Auch die städtische Seite würdigte die Bemühungen der Nachwuchsmusiker: Unter den Gästen war Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke. Wenn er den Eifer und die musikalischen Erfolge der Mädchen und Jungen sehe, dann sei ihm „nicht bange um die Zukunft unserer Gesellschaft“, betonte der OB.

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