Meinung WZ-Kommentar zu Anne Teresa de Keersmaeker: Wider die Mutlosigkeit

Wuppertal · Sie hege eine unglaubliche Bewunderung für Pina Bausch. Sie sei eine, wenn nicht die Hauptfigur des Tanzes im 20. Jahrhundert, sagt Anne Teresa de Keersmaeker.

monika.werner-staude@wz.de

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Foto: ANNA SCHWARTZ

Die selbst im Tanz-Lexikon als wichtigste europäische Choreografin der Generation nach Bausch bezeichnet wird. In Berlin wird das 25-jährige Bestehen des Amtes der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien mit einer Aufführung von Tänzern der Wuppertaler Compagnie gefeiert, in einer italienischen Stadt der Compagnie ein renommierter Preis verliehen. Derweil tritt das Ensemble vor ausverkauften Häusern in Frankreich auf. Und steht im Sommer seine Mitwirkung beim Festival d’Avignon an.

Die Liste ließe sich leicht fortsetzen. Sie freut, darf stolz und zuversichtlich machen. Gefühle, die leider zu oft in Vergessenheit geraten, wenn der Blick aufs Schauspielhaus fällt. Das soll zwar Pina Bausch Zentrum werden, hat einen Entwurf, der seine Zukunft in groben Zügen skizziert – auch der erstellt von einem international anerkannten Architekturbüro –, kennt aber keinen Umsetzungstermin. Und die finale Finanzierungsentscheidung steht immer noch aus. Droht, in die Räder der nächsten Kommunalwahl zu geraten. An Mutlosigkeit zu zerschellen.

Man kann dem gerade neu konstituierten Förderverein nur wünschen, dass er es rechtzeitig schafft, das Ruder herumzureißen. Argumente gibt es genug.

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