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Krefelder ist Fußballtrainer beim VfL Wolfsburg

Fußball : Krefelder ist Fußballtrainer beim VfL Wolfsburg

Dennis da Silva Felix trat im Sommer vergangenen Jahres beim VfL Wolfsburg seine erste Stelle als Cheftrainer im Fußball-Nachwuchs an.

Selin Oruz muss erst einmal auf die Unterstützung ihres Freundes verzichten. Die Krefelder Hockey-Nationalspielerin ist mit Dennis da Silva Felix liiert, der im Sommer vergangenen Jahres beim VfL Wolfsburg seine erste Stelle als Cheftrainer im Fußball-Nachwuchs angetreten ist. „Meine Freundin ist genauso sportbegeistert wie ich. Sie stärkt mir den Rücken und ist eine super Unterstützung. Dafür bin ich doppelt und dreifach dankbar“, sagt da Silva Felix, der Länderspielpausen zukünftig überwiegend für Heimatbesuche nutzen möchte. Da Silva Felix: „Die Entfernung ist in keiner Hinsicht ein Problem.“ Der 28-Jährige ist in der aktuell von Corona unterbrochenen Saison beim Wolfsburger Bundesligist als Chefcoach der U16 angestellt. „Der Wechsel ist eine riesen Chance für mich. Wolfsburg ist auf diesem Niveau eine Top-Adresse. Es freut mich sehr, mit so talentierten Spielern zusammen zu arbeiten“, freut sich da Silva Felix über seinen nächsten Karriereschritt, für den der Nachwuchstrainer seine Heimat verlässt.

Eine schwerwiegende Verletzung beendete die Spielerkarriere

Dass da Silva Felix seit dem 1. Juli beim VfL Wolfsburg als Übungsleiter in Brot und Lohn steht, ist unter anderem auf da Silvas verletzungsbedingt kurzweilige Karriere als Spieler zurückzuführen. Während seiner Jugend trug da Silva Felix das Trikot des KFC Uerdingen, bis zu den A-Junioren. Bevor er im Seniorenbereich Fuß fassen konnte, stoppte ihn eine schwere Knieverletzung, die für ihn bittere Folge: Sportinvalidität. „Thorsten Spee war mein Stützpunkttrainer und damals beim KFC tätig, er hat mich dazu bewogen, als Coach einzusteigen“, zog der gebürtige Krefelder schnell das Positive aus dem frühzeitigen Karriereende.

Stützpunkttrainer für den
Kreis Kempen-Krefeld

Beim heutigen Drittligisten stand der Krefelder gleich in verantwortungsvoller Position an der Seitenlinie, erst als Chef der U16, in der Folgesaison bei der U15. Im Zwei-Jahres-Rhythmus zog es da Silva Felix dann weiter zu neuen Herausforderungen. Im Sommer 2014 heuerte der 28-Jährige beim TSV Meerbusch an, übernahm dort den Trainerposten der U17 und absolvierte parallel die ersten Lizenzlehrgänge. Nach der Spielzeit 2015/16 zog der A-Lizenzinhaber weiter und wurde für zwei Jahre Stützpunkttrainer des Fußballkreises Kempen-Krefeld. Parallel dazu startete da Silva Felix im Winter 2018 ein halbjähriges Intermezzo als Co-Trainer beim VfR Fischeln, der am Saisonende aus der Oberliga abstieg. „Die Zeit beim VfR war sehr intensiv und lehrreich. Letztendlich war es der Step Richtung Düsseldorf“, berichtet da Silva Felix. In Düsseldorf war da Silva Félix zuletzt zwei Spielzeiten als Co-Trainer von Sinisa Suker bei der U19-Bundesliga-Mannschaft der Fortuna tätig.

Die Station Fortuna Düsseldorf ist für den Nachwuchstrainer eine sehr erfolgreiche. „Im ersten Jahr haben wir den Niederrheinpokal gewonnen und uns so für den Junioren-DFB-Pokal qualifiziert. Das ist gerade hier im Westen, mit derart vielen Bundesligisten, bemerkenswert. Im zweiten Jahr haben wir die beste Hinrunde aller Zeiten gespielt, die Jungs haben schon von der Endrunde geträumt. Zudem haben viele Jungs einen Profivertrag bekommen, das macht mich stolz“, resümiert da Silva Felix und sagt: „Ich möchte mich bei Sinisa Suker und Frank Schäfer (Direktor Nachwuchsleistungszentrum Anm. d. Red.) bedanken für die erfolgreichen zwei Jahre und ganz besonders für die lehrreiche Zeit.“

Die nächsten Erfolge sollen nun in Wolfsburg folgen. In der U16-Regionalliga belegt das Team nach bislang nur drei gespielten Partien den vierten Platz. Zwei Siege und eine Niederlage lautet die ordentliche Bilanz der jungen Wölfe. Während die Stammmannschaft der B-Junioren in der Junioren-Bundesliga beheimatet ist, soll die Zweitvertretung von Trainer Dennis da Silva Felix eine gute Rolle in der Regionalliga spielen, um sich möglichst für das Junioren-Bundesligateam zu empfehlen. So wie seine Spieler soll das möglichst auch dem Trainer gelingen.