DHC-Herren verkaufen sich teuer

DHC-Herren verkaufen sich teuer

Zum Hallen-Auftakt gibt es ein achtbares 7:8 in Mülheim.

Die Hockey-Herren des Düsseldorfer HC sind mit einer 7:8 (4:5)-Niederlage beim HTC Uhlenhorst Mülheim in die Bundesliga-Hallensaison gestartet. Für die Düsseldorfer stellte die Leistung, die die neu formierte Mannschaft gegen den Favoriten zeigte, aber ein erstes Ausrufezeichen dar. Selbst Mülheims Coach Omar Schlingemann attestierte dem DHC, „eine gute Truppe“ zu haben.

Nach der durchwachsenen Vorbereitung und den vielen personellen Veränderungen im Kader der Düsseldorfer, die gleich sechs neue Spieler in ihren Reihen haben, sah auch Trainer Mirko Stenzel „einen ordentlichen Auftakt“. Trotzdem war der neue alleinige Cheftrainer — obwohl seine Männer den Titelanwärter vom Uhlenhorst an den Rande einer Niederlage gebracht hatten — nicht zufrieden: „Leider konnten wir uns aber nicht dafür belohnen.“

Das lag vor allem am misslungenem Start, den die Oberkasseler völlig verschliefen. Bereits nach zwölf Minuten stand es 3:0. Erst als Moritz Rünzi, der nach dem Wechsel im Sommer nun seine erste Hallensaison für den DHC spielt, den Anschlusstreffer erzielte, schien sein Team aus der Schockstarre zu erwachen.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch lieferten und die Zuschauer bis zur Pause eine Torflut zu sehen bekamen. Zunächst konnte der HTCU nach jedem Treffer der Düsseldorfer, für die Raphael Hartkopf auf 2:4 verkürzt hatte, stets im Gegenzug den Abstand wiederherstellen, doch vor der Pause sorgten Hartkopf und Cioli für eine Aufholjagd zum 4:5. „Ab unserem ersten Tor haben wir gemerkt, dass heute etwas geht. Leider kam der Halbzeitpfiff zu früh für uns“, sagte Stenzel. Nach Wiederanpfiff starteten die Gastgeber erneut besser und erzielten das 6:4, bevor Rünzi per Doppelpack ausglich.

Letztendlich behielten die Mülheimer in der Schlussphase aber die Nase vorn, da sie sich extrem effektiv vor dem Düsseldorfer Tor präsentierten und so auf 8:6 davonzogen. Der Treffer zum 8:7 durch Dominic Giskes blieb also am Ende für den DHC nur Ergebniskosmetik. Insbesondere die Strafeckenausbeute müssen die Düsseldorfer, die aus fünf Möglichkeiten kein Tor machten, verbessern, um Spiele gegen Teams wie Mülheim für sich entscheiden zu können.