Auftaktsieg für DHC-Damen

Sussenburger-Team gewinnt am ersten Spieltag der Hallensaison mit 4:3 in Mülheim.

In einem engen und kampfbetontem Spiel haben sich die Hockey-Damen des Düsseldorfer HC zum Auftakt der Hallensaison mit 4:3 bei Uhlenhorst Mülheim durchgesetzt. Parallel verloren die Konkurrenten Rot-Weiß Köln und Krefeld, so dass der DHC gemeinsam mit Blau-Weiß Köln und Liga-Neuling Raffelberg die Spitzengruppe der Bundesliga-Staffel West bildet.

„Es war kein grandioses Spiel. Wir nehmen die drei Punkte aber gerne mit, obwohl wir natürlich wissen, dass die Partie auch mit einem Remis enden kann“, sagte DHC-Trainer Sussenburger nach einem Spiel, in dem sich die beiden Rivalen über die gesamte Länge auf Augenhöhe begegneten. Am Ende gewann der DHC, weil Elisa Gräve kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielte.

Zu Beginn der Begegnung merkte man beiden Mannschaften deutlich an, dass sie sich erst einmal auf die Halle einstellen mussten. Die Teams fanden nur langsam in die Partie und gingen meist etwas zu ungenau zu Werke. Erst in der 18. Minute fiel das erste Tor für die Mülheimerinnen, das Luisa Steindor aber drei Minuten (21.) später wieder ausglich. Mehr passiert zunächst nicht.

Die zweite Hälfte hatte es dann aber umso mehr in sich und bot den knapp 80 Zuschauern fünf Tore, die meist nach Fehlern der verteidigenden Mannschaft fielen. Dies erklärte auch Nico Sussenburger nach dem Match: „Wir waren heute technisch natürlich nicht auf Topniveau und hatten im Spiel zu wenig Fluss. Aber ich denke, das ist normal am Anfang einer Saison. Bezeichnend für die Partie ist, dass fast alle Gegentore nach individuellen Fehlern fallen. Das müssen wir abstellen.“

Nachdem der DHC die Begegnung im Schlussabschnitt drehte und sogar zweimal in Führung ging, sorgte die flinke Maren Kiefer auf Seiten des Heimteams mit ihrem späten Treffer in Minute 57 zum 3:3. Das leistungsgerechte Unentschieden lag in der Luft. Doch während sich Uhlenhorst mit dem Remis gedanklich schon in der Kabine befand, ließen die DHC-Damen nicht locker und belohnten sich für ihre kämpferische Leistung durch das Tor von Elisa Gräve.

Zum Leidwesen der Gastgeberinnen: „Das ist natürlich eine sehr unglückliche Niederlage und fühlt sich nicht gut an. Wir wurden heute um die Punkte gebracht, weil wir einfach nicht gut verteidigt haben“, sagte ein enttäuschter Uhlenhorst-Trainer Mark Spieker.

Den Gästen konnte es egal sein, sie erkämpften sich mit dem Auswärtsdreier in Mülheim eine gute Ausgangsposition, um das Saisonziel Play-offs zu verwirklichen. Am nächsten Samstag, 9. Dezember, kommt dann Krefeld zum ersten Heimspiel an den Seestern.

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