Basketball: Der Spitzenreiter der 1. Regionalliga patzt

Basketball-Regionalliga: ART Giants verlieren ihre weiße Weste

Das Jönke-Team kassiert im 18. Spiel die erste Saison-Niederlage. Verfolger Herten kommt etwas näher heran.

Als Dainius Zvinklys 182 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Korbleger auf 87:81 für die ART Giants erhöhte, da schien der 18. Saison-Sieg in Folge nur noch reine Formsache. Doch manchmal kommt es selbst für einen Favoriten anders als er denkt. Im Gefühl des scheinbar sicheren Vorsprungs schlichen sich Fehler ein und so war wenig später die erste Niederlage perfekt. Das Team von Trainer Jonas Jönke unterlag beim Tabellen-Achten TV Ibbenbüren mit 90:92 (21:25/20:19/28:22/21:26) und hat bei jetzt 34:2 Punkten nur noch sechs Zähler Vorsprung auf Verfolger Hertener Löwen.

„Wir haben eigentlich über die gesamten 40 Minuten nicht die Souveränität ausgestrahlt, die uns bislang ausgezeichnet hat. Von daher hat Ibbenbüren das Spiel nicht nur wegen seines starken Schlussspurts verdient gewonnen“, sagte Jönke. Schon beim erst nach Verlängerung errungenen Erfolg in der Hinrunde hatte seine Mannschaft mit Ibbenbüren so ihre Schwierigkeiten. Diesmal kam noch ein gebrauchter Tag von Spielmacher Jamal Smith (nur ein Punkt) hinzu. Darüber hinaus fanden die Düsseldorfer zu keinem Zeitpunkt der Begegnung ein Mittel gegen Denzel Johnson. Der US-Amerikaner auf Seiten Ibbenbürens notierte 30 Zähler.

„Mit 90 Punkten und die auch noch auf des Gegners Parkett muss ein Spiel gewonnen werden. Aber in der Defensive hatten wir heute weder Konzentration noch Intensität“, bemängelte Jönke. Dennoch und trotz der mit 26 Prozent schwachen Erfolgsquote von jenseits der Drei-Punkte-Marke konnten sich die Giants in der umkämpften Begegnung am Ende in eine vielversprechende Position bringen. „Eigentlich sind wir in der Lage, das dann auch souverän zu Ende zu bringen. Diesmal aber haben wir es nicht clever herunter gespielt“, erklärte Jönke.

„Jetzt werden wir noch
härter für unser Ziel arbeiten“

So ist es also nichts mit der perfekten Saison, die bisher weiße Weste hat einen ersten Flecken bekommen. Damit kein zweiter hinzu kommt, will Jönke die Niederlage im Münsterland als Wachrüttler nutzen. „Natürlich sind wir alle enttäuscht. Damit ist jedoch auch ganz klar, dass wir jetzt noch härter für unser Ziel Aufstieg arbeiten werden“, sagte der 34-Jährige. Die Früchte dieser Arbeit soll es am Samstag zu sehen geben. Dann empfangen die ART Giants ab 19 Uhr in der heimischen Halle des Comenius-Gymnasiums an der Hansaallee den Tabellen-Siebten Citybasket Recklinghausen.

ART Giants: Cooper (24), Zvinklys (21), Reminas (12), Giddens (10), Kehr (9), Agyapong (4), Galvez-Braatz (3), Mesghna (3), Weichsel (3), Smith (1), Krvavac (nicht eingesetzt)

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