U19-Turnier: 56. Champions Trophy: Neun Clubs gegen den Seriensieger

U19-Turnier : 56. Champions Trophy: Neun Clubs gegen den Seriensieger

Bei der 56. Champions Trophy peilt der FC Salzburg den fünften Titel in Folge an. Das U19-Turnier beginnt Donnerstagabend.

Düsseldorf. Der Weg zum Triumph bei der renommierten Champions Trophy führt auch 2018 über den FC Salzburg. Das ist zumindest die Erwartungshaltung der Experten vor dem auch als „Osterturnier“ bekannten Kräftemessen von zehn U 19-Teams aus Deutschland, Europa und Asien. Nach vier Siegen in Folge sind die Österreicher bei der 56. Auflage automatisch ein heißer Anwärter auf den Sieg am Ostermontag. Durch die im Winter verpflichteten Talente Sekou Koita, Mohamed Camara (beide Mali) und Anderson Niangbo (Elfenbeinküste) hat der Seriensieger auch qualitativ noch einmal nachgelegt.

Über solche Möglichkeiten verfügen deutsche A-Junioren-Bundesligisten nicht. Dennoch wollen Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf ab morgen Abend an der Roßstraße ihr Bestes geben, damit erstmals seit 2012 wieder ein deutsches Team den Charly-Meyer-Wanderpokal in die Höhe stemmen darf. „In der Vergangenheit konnte das Turnier sicherlich auch schon mit namhafteren Mannschaften aufwarten. Aber wir haben viele neue Teams und die Qualität in diesem Jahr ist sicherlich höher als zuletzt“, sagt Marcus Giesenfeld, Sportlicher Leiter der Champions Trophy. Neben Salzburg und den drei deutschen Vertretern sind mit dem FC Everton und Huddersfield Town zwei englische Clubs dabei. Zudem laufen Legia Warschau (Polen), Standard Lüttich (Belgien), US Sassuolo (Italien) und wieder eine japanische Hochschulauswahl auf der Anlage des BV 04 auf. Der Gastgeber ist nach dem Abstieg aus der Niederrheinliga im Neuaufbau und daher nicht dabei.

Zum Auftakt morgen Abend (19 Uhr) gibt es in Gruppe 1 gleich ein Derby, wenn die Fortuna auf Mönchengladbach trifft. In der Liga haben die Flingeraner beide Duelle in dieser Saison für sich entscheiden können. „Nachdem wir jahrelang hinter der Borussia hergelaufen sind, tut es gut, nun auf Augenhöhe zu sein. Es zeigt, dass der Verein auf einem guten Weg ist. Einen klaren Turnierfavoriten kann ich aber nicht benennen“, sagt Fortuna-Trainer Sinisa Suker, der schon gar nichts von einer Mitfavoritenrolle der Rot-Weißen wissen möchte. „Am Ende kommt es immer darauf an, welche Leistungsträger beim Turnier tatsächlich mit dabei sind. Aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass es vielleicht eine deutsche Mannschaft ist, die Salzburg in diesem Jahr gefährden kann“, erklärt Giesenfeld.

Zum erweiterten Kreis der Favoriten gehören auch 2018 wieder die Japaner. Die Hochschulauswahl der Asiaten weilt bereits seit einigen Tagen in Europa, bestreitet im Vorfeld der Champions Trophy noch Testspiele in den Niederlanden. Im zweiten Spiel des Auftakttages (20.15 Uhr) treffen die Japaner auf den belgischen Top-Nachwuchs von Standard Lüttich, der in der Heimat aktuell auf Titelkurs liegt.

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