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Lesniak lässt die Fortunen tanzen

Lesniak lässt die Fortunen tanzen

Vor 20 Jahren trifft der Pole zum 4:3 gegen den SV Meppen.

In den „Fortuna-Momenten“ blickt die WZ auf besondere Spiele und Ereignisse der Vereinsgeschichte zurück. Der siebte Teil erzählt vom März 1998 und einem turbulenten Spiel gegen den SV Meppen.

Fortuna-Momente

Die Saison 1997/98 ist nur mit reinem Blick auf die Abschlusstabelle (Rang sieben) eine der unspektakulärsten in den vergangenen 30 bis 35 Jahren bei Fortuna Düsseldorf. Nach dem Bundesliga-Abstieg sollte die neu formierte Mannschaft unter Trainer Rudi Wojtowicz den Wiederaufstieg realisieren. Doch Wojtowicz musste schnell gehen. Auch Nachfolger Uli Maslo erlebte das Saisonende nicht auf der Bank. Für ihn kam letztlich Enver Maric. Typisch Fortuna eben. Doch in die von Finanzproblemen begleitete, achtmonatige Amtszeit Maslos, in der es auch mal wieder einen neuen Vorstand (Reinhard Ottens) gab, fiel das zumindest packendste Zweitligaspiel in dieser Saison.

25 000 Zuschauer wurden am 20. Spieltag im Rheinstadion Zeuge eines mitreißenden 4:3 (1:1) gegen den SV Meppen. Nach zwei Treffern des albanischen Stürmers Igli Tare stand rund eine Viertelstunde vor Schluss ein 2:2 auf der Anzeigetafel. Robert Niestrojs erneuter Führungstreffer (74.) wurde wenig später von Meppens Andreas Helmer (79.) egalisiert. Wieder einmal schien die Fortuna wichtige Punkte liegenzulassen. Nur zwei der zehn Heimspiele wurden bis dato gewonnen. Die Ernüchterung war greifbar. Doch dann kam Marek Lesniak. Der Angreifer aus Polen, bis zu diesem Zeitpunkt kaum zu sehen, erzielte den erlösenden 4:3-Siegtreffer und sorgte für auf den Sitzschalen tanzende Fortuna-Fans. Zumindest in diesem Heimspiel.