Krefeld Pinguine: So reagieren Fans auf den Ponomarev-Zoff

Krefeld Pinguine : Mit diesem Aufruf reagieren Pinguine-Fans auf den Ponomarev-Zoff

Der Streit um Geld zwischen KFC-Boss Mikhail Ponomarev und den Krefeld Pinguinen droht, die sportlichen Ziele in den Hintergrund zu drängen. Nun wenden sich Fans mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit.

Der Streit zwischen KFC-Boss Mikhail Ponomarev und den Krefeld Pinguinen scheint sich weiter zuzuspitzen. Der Vorstandsvorsitzende der Uerdinger, der auch Gesellschafter der Krefeld Pinguine ist, ist zum Gegenangriff übergegangen und hat offen von Lizenzbetrug gesprochen. Zuvor hatte Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos erklärt, dass Ponomarev „Verpflichtungen und Zusagen“ nicht nachkommt. Laut WZ-Informationen soll es dabei um 500.000 Euro gehen. Laut einer Stellungnahme des DEL-Klubs von Dienstag, „wird nun gerichtlich geklärt werden müssen“, dass Ponomarev den Pinguinen Geld schuldet. „Die Beweislage sollte ausreichend sein, weshalb eine Klage beste Aussichten auf Erfolg haben dürfte“, heißt es auf der Internetseite der Schwarz-Gelben weiter.

Fans der Krefeld Pinguine appellieren an Krefelder Wirtschaft und die Anhänger

Nun wenden sich Fans mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit. Die Anhänger appellieren an die Krefelder Wirtschaft und hoffen auf Unterstützung. So hat beispielsweise der Instagram-Account krefeldpinguine.fans ein „Statement zur aktuellen Lage“ veröffentlicht. Unter anderem wird in dem Beitrag an die Wirtschaft Krefelds appelliert, mit Blick auf eine drohende Insolvenz in den Eishockeystandort zu investieren.

Außerdem gibt es auch vom Verein einen Aufruf an die eigenen Fans: Auch die Anhänger müssten nun ein Zeichen setzen und am Sonntag (Heimspiel gegen die Kölner Haie) die Yayla-Arena füllen. „Jeder sollte seine ganze Stimme mit auf die Ränge nehmen und das ganze Stadion sollte die Mannschaft und den kompletten Verein nach vorne singen“, heißt es in dem Beitrag bei Instagram. 6000 bis 7000 Besucher werden erwartet.

Fans und Verein wollen Zusammenhalt demonstrieren in einer wieder mal schweren Stunde für den DEL-Klub. Denn auch am Tag nach der öffentlichen Anschuldigung von Mikhail Ponomarev, die Pinguine hätten ihm gegenüber und bei der Lizenzierung auch der Deutschen Eishockey Liga ein Finanzloch verschwiegen, gibt es zwischen den beiden Parteien keine Annäherung. Alles sieht derzeit nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung aus. Auf die Frage, ob die Pinguine schriftliche Verträge mit Mikhail Ponomarev hätten, sagt Geschäftsführer Matthias Roos: „Es kommt darauf an, wie man solche Schriftstücke definiert. Einen Vertrag mit Mikhail Ponomarev oder seinem Unternehmen Energy Consulting gibt es nicht.“ Dennoch glaubt man bei den Pinguinen beispielsweise durch Mailverkehr die Zusagen von Ponomarev und damit verbunden die nicht getätigten Zahlungen vor Gericht nachweisen zu können. Persönlich will der Verein nicht gegen den Anteilseigner vorgehen. „Ich habe das Gefühl, dass das einfach nichts bringt“, so Roos.

(pasch)
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