KEV: Schmitz-Team liefert Hannover einen Schlagabtausch

Eishockey Oberliga : U 23 des KEV liefert Hannover einen Schlagabtausch

Das Oberligateam verpasst nach dem Sieg in Hamburg nur knapp einen Erfolg gegen die Scorpions.

78 Sekunden fehlten am Sonntagabend dem U 23-Team des KEV nach dem 5:1-Erfolg vom Freitag in Hamburg zu einem weiteren Punktgewinn. Die Hannover Scorpions gewannen in der Rheinlandhalle mit 3:2 (2:0, 0:2, 1:0) das Spiel der Oberliga.

Mit nur noch 14 Feldspielern konnte das junge Team von KEV-Trainer Elmar Schmitz vor 150 Zuschauern nur bis zur 58. Minute mithalten. Da saßen dann zwei KEV-Spieler auf der Strafbank. „Danke“, sagte sich da Björn Bombis, der derzeit beste Drittliga-Stürmer (schon sieben Torerfolge in vier Spielen) und schoss das Siegtor für die Scorpions, die schon nach dem ersten Drittel mit 2:0 vorne gelegen hatten.

Im ersten Drittel waren die Sccorpions dem KEV überlegen gewesen, doch das Schmitz-Team gab im Mittelabschnitt noch mal alles und kam zum umjubelten 2:2. Dabei durfte sich der am Samstag 17 Jahre alt gewordene Maciek Rutkowski besonders freuen, dem der Treffer zum 1:2 gelang. Matteo Stöhr schoss in der 36. Minute den Ausgleich zum 2:2. Dieses Drittel hatte den KEV aber viel Kraft gekostet, und als ab der 50. Minute im umkämpften Schlussdrittel Hannover den Druck immer mehr erhöhte, war die Frage, wie lange der KEV da noch gegen halten konnte. Ab der 58. Minute wurde es mit drei gegen fünf ganz bitter, die Scorpions hatten leichtes Spiel und gewannen doch noch.

Nach dem 5:1-Erfolg (1:0, 3:1, 1:0) in Hamburg bei den Crocodiles war die Freude bei der U 23 des KEV besonders groß. Es war ihr erster Erfolg überhaupt als Neuling in der dritten Liga. Das Team von KEV-Trainer Elmar Schmitz war den weitaus höher eingeschätzten Hamburgern spätestens ab dem zweiten Drittel überlegen. „Im ersten Drittel hat uns noch unser Torhüter Sebastian Staudt im Spiel gehalten,“ lobte Schmitz in der Pressekonferenz den 31-jährigen KEV-Torhüter. Staudt konnte im ersten Drittel alle 17 Schüsse der Hamburger abwehren. Nachdem zu Beginn des Mitteldrittels KEV-Verteidiger Tom Bappert die Hamburger gleich mit zwei Treffern überrascht hatte, war der KEV auf dem sicheren Siegespfad. „Von da an waren wir überlegen“, freute sich Elmar Schmitz über sein junges Team mit einem Altersdurchschnitt von 21 Jahren.

Erstaunlich war auch die Zahl der Strafminuten, der KEV kam mit einer einzigen Strafe aus, die Hamburger mussten nur zweimal auf die Strafbank. Am Schluss herrschte dann nur noch pure Freude beim KEV: „Das ist nicht unser letzter Erfolg in der besten und teuersten dritten Liga der Welt“, jubelte die U 23 des KEV selbstbewusst vor der mehr als 400 Kilometer langen Rückfahrt an die Westparkstraße.

Mehr von Westdeutsche Zeitung