Krefeld Pinguine verlieren gegen den Meister aus Mannheim

Eishockey : Pinke Pinguine verlieren gegen den Meister

Das Team von Brandon Reid kassiert eine 1:4-Niederlage gegen die Adler Mannheim. Die Krefelder laufen in einem Sondertrikot auf.

Der Deutsche Meister aus Mannheim war für die Krefeld Pinguine eine Nummer zu groß. Die Mannschaft von Brandon Reid unterlag am Sonntagnachmittag gegen die Kurpfälzer mit 1:4. Lediglich im ersten Drittel konnten die Schwarz-Gelben die Begegnung mit großem kämpferischen Einsatz ausgeglichen gestalten. Die Statistik zeigte am Ende ein eindeutiges Bild. Die Mannheimer hatten fast doppelt so viele Schüsse auf das Krefelder Tor abgegeben und auch doppelt so viele Bullys gewonnen, so dass das am Ende deutliche Endergebnis keine große Überraschung war.

Ein ungewohntes Bild bot sich den 4064 Zuschauern in der Yayla-Arena. Die Pinguine spielten im Rahmen der Brustkrebs-Kampagne Pinktober in ihren neuen pinken Trikots. Gegen spielerisch überlegene Mannheimer hielten die Schwarz-Gelben zu Beginn mit großem Kämpferherz entgegen. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Match mit Chancen auf beiden Seiten. Unmittelbar nach dem ersten Power Break gingen die Krefelder in Führung. Vinny Saponari schickte Grant Besse auf die Reise und der Kanadier traf mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 (10.). Die Pinguine verpassten es in zwei Überzahlspielen nachzulegen. 31 Sekunden vor Drittelende folgte die kalte Dusche. Der Ex-Krefelder Sinan Akdag zog aus zentraler Position ab, Dimitri Pätzold rutschte die Scheibe zum 1:1 über die Torlinie (20.).

Mannheim legt im Mittelabschnitt zu – Tim Stützle trifft

Im zweiten Drittel legte der Deutsche Meister deutlich zu. Die Pinguine hatten Mühe aus dem eigenen Drittel zu kommen. Selbst in Überzahl schnürten vier Mannheimer Spieler die Pinguine für mehr als eine Minute in deren Drittel ein. Wenig überraschend fiel der Führungstreffer für die Gäste. Ben Smith spielte Tim Stützle frei und der erst 17-jährige Stürmer traf über die Stockhand von Pätzold zum 1:2 ins lange Eck (25.).

Es war für die Krefelder im vierten Heimspiel der erste Gegentreffer im zweiten Drittel. Pätzold hielt was zu halten war, machte seinen Fehler vor dem ersten Gegentreffer spätestens wett, als er spektakulär mit einem Hechtsprung gegen Borna Rendulic rettete (33.). In Unterzahl hatte der Torhüter dann auch das nötige Glück, denn Smith brachte die Scheibe am langen Pfosten nicht im Tor unter (35.).

Das Schlussdrittel begann mit drei unerlaubten Befreiungsschlägen der Schwarz-Gelben innerhalb einer Minute. Der Wille, die Begegnung noch einmal auszugleichen, war da, aber der Akku nach dem dritten Match innerhalb von fünf Tagen war leer. Defensiv standen die Krefelder zwar fast über die gesamte Spielzeit gut, doch offensiv fehlte die Durchschlagskraft. In Überzahl beseitigte Matthias Plachta mit einem Abstauber zum 3:1 letzte Zweifel am Gästesieg (51.).

Zwei Minuten später folgte nach einem Fehler von Alex Trivellato noch das 1:4 durch Rendulic (53.). Bei beiden Treffern sah Pätzold unglücklich aus, denn ihm rutschte der Puck jeweils durch die Ausrüstung. In der Tabelle rutschten die Schwarz-Gelben durch die fünfte Niederlage in Folge aus den Pre-Play-off-Rängen. Am Freitag steht das Auswärtsspiel in Berlin auf dem Programm.

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