Derbypleite für die Pinguine: Dimitri Pätzold hält stark

Eishockey : Knappe Derbypleite für die Pinguine

Die DEG siegt im ersten Straßenbahnderby der Saison mit 2:1 nach Penaltyschießen. Die Torhüter auf beiden Seiten stehen im Fokus.

Die Krefeld Pinguine haben das erste Straßenbahnderby der Saison in Düsseldorf mit 1:2 nach Penaltyschießen verloren. Dank einer sehr starken Leistung von Dimitri Pätzold nehmen die Schwarz-Gelben immerhin einen Punkt mit auf die kurze Heimreise. Am Sonntag (16:30 Uhr) empfangen die Krefelder den Deutschen Meister aus Mannheim.

Dimitri Pätzold war nach Spielende die Anstrengung des Derbys anzusehen. 38 Schüsse bekam der Torhüter in 65 Spielminuten auf seinen Kasten, nur einen einzigen musste er passieren lassen. „Wir haben heute viel investiert und hart gearbeitet, nur im letzten Drittel die ein oder andere Strafe zuviel genommen“ sagte der 36-jährige nach dem Spiel. Eine Strafzeit schmerzte besonders, denn die Pinguine bekamen nach 47 Minuten eine unnötige Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Luke Adam nutzte das Powerplay zum Düsseldorfer Ausgleich (49.).

Laurin Braun kehrt zurück
und startet in Reihe eins

Laurin Braun kehrte in den Kader der Schwarz-Gelben zurück. Reid stellte den 28-jährigen an die Seite von Daniel Pietta und Chad Costello – Grant Besse rückte in die zweite Reihe. Braun war es, der die erste Chance hatte, als er alleine vor Mathias Niederberger auftauchte, den Puck jedoch nicht am Düsseldorfer Torhüter vorbeibekam (2.). Die Pinguine hielten körperlich gut gegen und standen im neutralen Drittel gut, so dass die DEG Mühe mit dem Spielaufbau hatte. Die größte Chance der Gastgeber vergab Alexander Barta bei einem Konter. Dimitri Pätzold reagierte hervorragend und lenkte den Schlagschuss noch über die Latte (7.). Die Pinguine nutzten ihr erstes Überzahlspiel zur Führung.

Die Düsseldorfer waren zu offensiv, Besse hatte auf der linken Seite viel Platz und passte überlegt zu Kai Hospelt, der trocken verwandelte (12.). Die Krefelder hielten sich an die Vorgabe ihres Trainers, gaben viele Schüsse auf das Tor von Niederberger ab und erkämpften sich mit entschlossenem Nachsetzen immer wieder Bullys im Düsseldorfer Drittel.

Pätzold und Niederberger wachsen über sich hinaus

Im zweiten Drittel wuchsen beide Torhüter über sich hinaus. Sowohl Niederberger als auch Pätzold sorgten dafür, dass es beim knappen 1:0 für die Schwarz-Gelben blieb. Für die Pinguine vergaben Pietta (26.) und Travis Ewanyk (28.) alleine vor dem DEG-Torhüter. Auf der anderen Seite lieferte sich Pätzold ein Privatduell mit Barta. Pätzold macht drei Großchancen des Düsseldorfer Kapitäns zunichte. Das letzte Drittel gehörte den Landeshauptstädtern. Die Pinguine waren fast ausschließlich in der Defensive und konnten nur noch zwei Torschüsse verzeichnen.

Nach dem Ausgleich hielt Pätzold mit mehreren Glanzparaden zumindest den einen Punkt fest, denn bei den Pinguinen ließen die Kräfte nach und die Fehlerquote stieg an. In der Verlängerung agierten beide Mannschaften vorsichtig, so dass die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. Für die Schwarz-Gelben traf nur Vinny Saponari – Besse und Braun scheiterten während für die DEG Jerome Flaake und Ched Nehring erfolgreich waren.

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