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Der Wuppertaler Finn Pook spielt mit 15 schon Basketball bei den Herren

Basketball : Finn Pook spielt mit 15 schon bei den Herren

Bei den Südwest Baskets setzt man voll auf Talente. Der Schüler ist ein Musterbeispiel.

Vor drei Jahren hatte Finn Pook als Zwölfjähriger noch mit einer Trommel am Spielfeldrand angefeuert, wenn die Regionalliga-Basketballer der Südwest Baskets Wuppertal auf Korbjagd gingen und sich gewünscht, selbst mal dort zu spielen. Das ist für das Eigengewächs wohl schneller in Erfüllung gegangen, als er sich das zu träumen gewagt hatte. Am zweiten Spieltag der neuen Saison in der 2. Regionalliga stand der inzwischen 15-Jährige in der Starting-Five der SW-Herren und leistete einen nicht unerheblichen Anteil zum 91:87-Erfolg bei der Zweitvertretung der Telekom Baskets Bonn. Zehn Punkte gelangen dem bereits 1,89 m großen Point Guard dabei, und Trainer Sven Tomanek lobt auch die Verteidigungsleistung des Jungspunds.

„Finn hat bereits eine hervorragend Spielübersicht und trifft sehr behutsam seine Entscheidungen“, begründete Tomanek, warum er auf Pook gebaut hatte. Da sei er seinem Alter weit voraus. Der mehrfache U 15-Nationalspieler gehört zu den Hoffnungsträgern, auf die die neue Kooperation mit den ART Giants in Düsseldorf aufgebaut ist. Gemeinsam betreibt man nun Teams in der Jugend Bundesliga (JBBL/U 16) und der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL/U19). Pook gehört dem neuen JBBL-Team an.

Die leistungsorientierte Zusammenarbeit seines Heimatclubs mit den Giants hatte ihn auch zur Rückkehr aus Leverkusen bewegt, wo er bereits seit zwei Jahren JBBL spielte. Nebenbei war er in den Jugendteams von Südwest weiter aktiv, was im Basketball möglich ist. So bezeichnet der Elftklässler der Solinger Friedrich-Albert-Lange-Schule den Gewinn des WBV-Pokals mit dem U16-Regionalligateam der Baskets in diesem Jahr als einen seiner bislang größten Erfolge. Aktuell spielt er neben der Ersten von Südwest auch in der Zweiten und eben im JBBL-Team. „Da gibt es am Wochenende ab und zu Konflikte“, sagt JBBL-Cheftrainer Sven Tomanek, doch das Jugendteam habe natürlich Vorrang.

Den Schritt zurück aus Leverkusen hat Finn Pook nicht bereut. „In den vergangenen zwei Monaten habe ich einen Sprung nach vorn gemacht“, findet er und führt das auf das verstärkte Individualtraining im Düsseldorfer JBBL-Team durch den dortigen Trainer Florian Flabb zurück. „Wie kann man den Wurf verbessern, wie in gewissen Spielsituationen besser entscheiden“, beschrieb Pook die Inhalte. Zweimal die Woche trainiert er dort, zweimal bei Südwest, wo mehr auf Teamarbeit geachtet werde. „Der Vorteil ist, dass wir mit allen Teams bei Giants und Südwest dasselbe System abgesprochen haben. Finn lernt das übrigens sehr schnell“, sagt Sven Tomanek. Das sei ein weiterer Grund, warum er auch schon in der Ersten auf den Jungen baue. Der mache dort auch schon mal den älteren Spielern Ansagen, sei voll akzeptiert.

Man merke Finn an, dass er aus einer Basketballfamilie komme. Vater Klaus ist Jugendtrainer bei Südwest, nahm ihn dort schon als Siebenjährigen mit in die Mannschaft. Nächstes großes Ziel von Finn Pook ist die U-16 EM im kommenden Jahr. Vor Silvester gibt es einen Auswahllehrgang, zwölf dürfen dann im Sommer mitfahren und er will unbedingt dabei sein. Vielleicht erfüllt sich ja auch dieser Wunsch.