Der Wuppertaler SV ist bereit für den Umzug

Fußball : WSV ist bereit für den Umzug

Der Umbau der alten Turnhalle im Stadion zum Nachwuchszentrum ist bald geschafft.

Im Jugendbereich ist der Wuppertaler SV erstklassig. Erstklassig will sich der Verein in Zukunft auch mit seinem Nachwuchszentrum im Stadion am Zoo präsentieren. Der Umzug in die denkmalgeschützte Turnhalle auf dem Stadiongelände steht bevor, denn die Umbauarbeiten sind bald abgeschlossen.

Die U 19-Junioren des WSV kämpfen in der Bundesliga West aktuell gegen den Abstieg, haben aber mit hauchdünnen 0:1-Niederlagen gegen die Erstligisten 1.FC Köln und Borussia Mönchengladbach unter Beweis gestellt, dass sie auf höchstem Niveau mithalten können. Beim WSV ist man auch auf die B-Junioren stolz, die in der vergangenen Saison ebenfalls den Aufstieg in die höchste Jugend-Spielklasse geschafft haben. Da der Erfolg im Jugendbereich aufgrund der Jahrgangswechsel der Spieler sehr vergänglich sein kann, will der Verein weiterhin Strukturen aufbauen, um sich auf Dauer im Spitzenbereich des Jugendfußballs zu etablieren.

„In der Turnhalle wird die vom DFB geforderte Infrastruktur für ein zertifiziertes Nachwuchszentrum geschaffen“, sagt Jugendleiter Dirk Schneider. Der WSV betreibt einen großen Aufwand im Jugendbereich, spielt mit neun Mannschaften leistungsorientiert und trainiert schon in der U 10 dreimal die Woche. Trotz aller wirtschaftlicher Probleme hat der Verein an diesem Kurs festgehalten und wurde zum Ende der vergangenen Saison mit dem Doppelaufstieg in die Bundesliga belohnt. Zudem spielen die C-Junioren in der Niederrheinliga, das ist in diesem Altersbereich ebenfalls die höchstmögliche Spielklasse.

Alle Jugendmannschaften bis einschließlich der C-Junioren tragen ihre Spiele auf dem mit einem modernen Kunstrasen ausgestatteten Stadionnebenplatz aus. Der Platz, der nicht ganz die Standardmaße aufweist, wurde vom Fußballkreis auch für Spiele des neu gegründeten Frauenteams des WSV freigegeben.

„Unser Dank gilt dem Gebäudemanagement, das uns mit der Halle ein richtiges Schmuckkästchen geschaffen hat. Der Umbau ist nach meiner Meinung zu 98 Prozent abgeschlossen. Für uns besteht aber keine Zeitnot, da sich die Mannschaften bis zur Eröffnung noch im Tribünengebäude des Stadions umziehen können“, sagt Dirk Schneider.

Drei Kabinen plus der Räume für Trainer und Schiedsrichter werden bald zur Verfügung stehen. Die Möblierung der Kabinen von der Stange ist nicht möglich, da die Räume runde Wände haben. „Bei der Innenausstattung werden wir einen Schreiner beauftragen müssen, gerade die Kabinen machen den Charme des Gebäudes aus. Es konnte aber auch zum Beispiel der Parkettboden aus den 1950er Jahren komplett erhalten werden“, schwärmt Dirk Schneider über die neue Heimat des WSV-Nachwuchses. 2,5 Millionen Euro investiert die Stadt in das Gebäude. Das Geld ist ein Teilerlös aus dem Verkauf des Grundstücks am Sportplatz Nevigeser Straße an den Discounter Lidl.

Das GMW baut aktuell noch eine zweite Fluchttreppe in Richtung des Schießstandes der Sonnborner Schützengilde am äußeren Ende des Stadiongeländes ein. „Am Mittwoch wird die Treppe angeliefert und der Einbau soll nächste Woche fertig sein. Den Vorbereitungen für den Einzug des WSV steht nichts mehr im Wege. Die Arbeiten im oberen Stockwerk sind abgeschlossen“, sagt Projektleiter Frank Benecke. In die Turnhalle wurde eine Stahlkonstruktion eingezogen und so eine zweite Ebene mit Büroräumen für einen Arztraum sowie für den Physiotherapeuten geschaffen. Auch dies sind Vorgaben des DFB für ein zertifiziertes Nachwuchszentrum.

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