Cronenberger SC zeigt sich verbessert gegenüber Schlappe gegen Kray.

Fußball-Oberliga : Der CSC bleibt im Regen stehen

Beim 0:2 gegen Monheim zeigt sich der Oberligist verbessert. Doch es fehlen die Tore.

Mit 0:2 (0:0) hat der Cronenberger SC am Samstagabend sein Heimspiel gegen den 1. FC Monheim verloren, sich dabei aber im Vergleich zum desolaten Auftritt in Kray stark verbessert präsentiert. „Ich bin über weite Strecken mit der Mannschaftsleistung zufrieden, wir haben eine Reaktion gezeigt“, meinte Trainer Peter Radojewski. Der war nach Abpfiff ähnlich durchnässt, wie sämtliche Akteure auf dem Feld.

Fast über die gesamte Spieldauer peitschte der Regen über den Horst-Neuhoff-Sportplatz und sorgte dafür, dass ein Großteil der rund 150 Zuschauer Unterschlupf unter dem kleinen Dach nahe der Mannschaftskabinen suchte. In den Umkleiden selbst herrschten wenige Minuten nach Spielschluss unterschiedliche Gemütszustände: Während die Enttäuschung beim CSC, bei dem Ercan Aydogmus weiter ausfällt, nach der achten Niederlage im neunten Spiel überwog, feierten die Monheimer gleich nebenan den Arbeitssieg lautstark, mit dem sie Platz zwei hinter Primus SV Straelen behaupten konnten.

Der CSC brach nicht
wie gegen den SV Kray ein

Die Treffer von Benjamin Schütz (57.) und Daud Gergery (64.) entschieden die Partie, die mit etwas mehr Cronenberger Spielglück auch anders hätte laufen können. Doch so war der Lattentreffer von Timo Leber in der Nachspielzeit irgendwie symptomatisch für die aktuelle Situation des Aufsteigers, der schon zuvor zwei Mal das Gebälk getroffen hatte. Die sicher auch aufgrund der Witterungsbedingungen umkämpfte Partie hatte ansonsten eher wenige Highlights zu bieten.

Weil der CSC sich bissig und in den Zweikämpfen leidenschaftlich präsentierte, konnte er die Gäste oft vom eigenen Tor weghalten. Und wenn doch einmal Gefahr in Verzug war, hielt Torhüter Damir Ivosevic zunächst klasse - bei beiden Gegentoren war der 23-jährige jedoch machtlos. Zum Zeitpunkt des 0:1 ging die Monheimer Führung aber in Ordnung - der Druck der Gäste hatte nach dem Pausentee zugenommen.

Während der Cronenberger SC noch in Kray einbrach, hielt er am Samstag weiter dagegen, was auch Trainer Radojewski gefiel: „Das war ehrliche Arbeit von uns und genau das ist so wichtig für unser Spiel.“ Der zwischenzeitliche Ausgleich war möglich, bei einem Eckball (61.) verpassten gleich zwei Cronenberger das 1:1. So aber präsentierte sich Monheim im Stile einer Spitzenmannschaft, stach zum zweiten Mal zu und entschied die Partie zu seinen Gunsten.

Dem Aufsteiger hingegen sollte der Auftritt vom Samstag Mut machen: Bleibt die Cronenberger Tagesform keine Eintagsfliege, dürften auch in der CSC-Kabine bald wieder fröhlichere Gesichter zu sehen sein. Die Aufgabe am kommenden Sonntag dürfte derweil erneut knackig werden: Bei Ratingen 04/19 (mit dem Wuppertaler Trainer Alfonso del Cueto) ist die junge CSC-Mannschaft erneut der krasse Außenseiter.

(mkp)
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