In den magischen schwarzen Trikots bleibt der Aufsteiger ungeschlagen

Das Amateurfußballspiel des Tages : SSV Germania holt Punkt gegen den FCW

Fußball-Bezirksliga: Spätes Ausgleichstor zum 1:1 am Freudenberg gegen Wülfrath.

SSV Germania Wuppertal – 1. FC Wülfrath 1:1 (0:1). Riesenjubel brandete kurz vor 16 Uhr am Freudenberg auf, denn soeben war dem Team von Damian Schary  in der Bezirksliga gegen den haushohen Favoriten 1. FC Wülfrath nach 90 hart umkämpften Minuten beim 1:1 (0:1) ein Überraschungscoup und Achtungserfolg gelungen.

Dass der Platz auf dem Freudenberg rechtzeitig  bespielbar war, stand  bis zuletzt auf der Kippe. Doch das Streufahrzeug bürstete unter der Woche das zuvor auf dem Platz verteilte Granulat in den Kunstrasenteppich und es war angerichtet. Nach dem 5:0-Auswärtserfolg beim Heisinger SV ging Aufsteiger SSV Germania auch gegen den Bezirksliga-Tabellenführer mit breiter Brust in die Partie.  Sven Gatzenmeier schränkte die Kreise von Topstürmer Christos Karakitsos ein und seine Nebenleute Jannick Weitzel oder Mersad Alijevic und Jonas Kühl waren oft einen Schritt schneller als ihre Gegenspieler. Trotzdem musste Keeper Justin Herkenrath mit einer großartigen Fußabwehr gegen Karakitsos retten, ehe die Heimelf bei einem Pfostentreffer von Karakitsos (15.) etwas Glück hatte.

Ohne Franklin Poungoue-Tiako, der berufsbedingt künftig in Süddeutschland arbeiten wird, fehlte den Gastgebern zwar der Spielgestalter, doch dank einer geschlossenen überragenden kämpferischen Leistung hielten sie die Partie offen und kassierten erst  mit dem Pausenpfiff nach einem Konter durch Dennis Krol das 0:1. „In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt, womit der Gegner nicht zurecht kam. Am Ende wurde unser Kampf belohnt“, freute sich Damian Schary. Nach weiteren guten Chancen der Wülfrather Mitte der zweiten Halbzeit, die Herkenrath und das Aluminium entschärften, nutzten die Platzherren in der 86. Minute ihre beinahe einzige Chance zum Ausgleich: Gianluca Lio hatte Christian David bedient, der auf Thomas Rohde chippte. Aus drei Metern behielt der Routinier die Nerven und ließ den Freudenberg erbeben.

SSV Germania: Herkenrath, Gatzenmeier (83. Okutan), Kühl (58. Lio), Alijevic, Weitzel, Rehermann, Glittenberg, Filai (54. Isenberg), David, Ottenbruch, Rohde.

Heisinger SV - ASV Wuppertal 5:2 (3:0). Für den Heisinger SV war nach der 0:5-Heimschlappe gegen Germania Wuppertal und dem darauf folgenden Trainerwechsel Wiedergutmachung angesagt. Und gegen einen völlig indisponierten ASV Wuppertal gelang dies eindrucksvoll mit 5:2 (3:0), wobei die anfangs verunsicherten Gastgeber von zahlreichen Fehlern der Gäste profitierten. „Wir haben nicht das gemacht, was wir besprochen haben und was wir können“, fehlten ASV-Trainer Fabrice Makiadi die Worte. Das vom Trainer geforderte Kurzpassspiel wurde nicht beherzigt, stattdessen wurden die Bälle hoch in die Hälfte der Heisinger, die sehr tief standen, geschlagen, und die ihrerseits mit schnellen Kontern bereits vor der Pause mit drei Treffern für klare Verhältnisse sorgten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit klingelte es noch zweimal, ehe dem nach einer Stunde eingewechselten Nicolas Paulescu nur eine Minute später das 1:3 glückte. Alpha Diallos 2:5 zehn Minuten vor dem Ende vermochte die Mienen der Wuppertaler auch nicht mehr aufzuhellen.

TSV Ronsdorf - SSVg 09/12 Heiligenhaus 3:0 (0:0). Durch einen 3:0 (0:0) Erfolg gegen den punktlosen Tabellenletzten SSVg 09/12 Heiligenhaus konnte der TSV Ronsdorf nach dem Vorwochensieg in der Tabelle weiter an Boden gutmachen. „Es war ein typisches Spiel gegen einen Tabellenletzten, der nichts zu verlieren hatte und bis zum Abpfiff aus der Ordnung heraus gespielt hat – Kompliment an die Heiligenhauser“, war TSV-Coach nach nervenraubenden 90 Minuten erleichtert, doch noch den Schlüssel für den Sieg gefunden zu haben. Im torlosen ersten Durchgang waren Marc Morsbach und Lukas Reinartz noch am Gästekeeper gescheitert, das sich nach schleppendem Beginn der zweiten Halbzeit glücklicherweise für die Zebras änderte: Mit einer Einzelaktion knackte Morsbach den Abwehrriegel der Gäste, bevor Kai Miltenberger nach einem Eckstoß von Morsbach per Kopf das 2:0 gelang (75.). Nachdem Justin Knackmuss zwei Minuten einen Foulelfmeter entschärft hatte, netzte Morsbach kurz vor Schluss per Freistoß zum 3:0 ein.

(ryz)
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