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Wülfrath: „Zusammenhalt ist deutlich zu spüren“

Wülfrath : „Zusammenhalt ist deutlich zu spüren“

Der CDU-Politiker Andreas Seidler wohnt zwar nicht direkt in seinem Wahlkreis, zählt die dort lebenden Bürger aber zu seinen direkten Nachbarn. Mit der WZ ging er jetzt auf Erkundungstour.

Andreas Seidler betreut den Wahlkreis 9100 (Sporthalle Fliethe) seit der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2014. „Eigentlich habe ich die Verantwortung dafür aber bereits im Jahr 2010 übernommen, als ein anderes CDU-Mitglied ausgeschieden ist“, erinnert sich der Christdemokrat. Ihm lag es am Herzen, einen Wahlkreis zu betreuen, der seinem Wohnstandort möglichst nahe gelegen ist. Und obwohl er nicht selbst in diesem wohnt, grenzt der Wahlkreis doch direkt an seine Adresse.

Für Andreas Seidler sind es die Menschen, die diesen Bereich so wertvoll machen. „Aus Stadtteilen wie Düssel oder Flandersbach kennt man einen solchen Zusammenhalt, aber auch hier ist er deutlich spürbar.“ Mit dieser Aussage zielt er auf die Siedlergemeinschaft ab, die nicht nur einmal im Jahr ein Sommerfest veranstaltet und anlässlich des Nikolaustages die Nachbarschaft besucht, sondern auch das freundliche Miteinander außerhalb dieser Veranstaltungen stärkt.

„Seit 13 Jahren laufe ich regelmäßig mit meinem Hund Barni durch die Straßen und komme immer wieder gerne mit den Menschen ins Gespräch.“ Vorteile hat der Standort einige: Als ersten Zielpunkt steuert Andreas Seidler das ehemalige Praktiker-Gelände an. Heute lassen sich in dem Nahversorgungszentrum etliche Geschäfte finden. „Der Branchenmix ist ausgewogen und schwächt mit seinem Angebot nicht die Innenstadt“, ist sich Seidler sicher, der beispielsweise das Dänische Bettenlager oder den Fliesenmarkt als solche Angebote betitelt. Dass dem Leerstand auf solch praktische Weise entgegengewirkt wurde, kann der CDU-Politiker nur gutheißen.

Ein ebensolches Beispiel für perfekte Einfügung stellt für Andreas Seidler der zweiten Punkt seines Rundgangs dar. Das Asylbewerberheim an der Fortunastraße hat sich für das Ratsmitglied gut in die Umgebung eingefügt, wird von Nachbarn und der gesamten Bevölkerung akzeptiert. „Was letztlich auch an der guten Öffentlichkeitsarbeit gelegen haben dürfte. Die Verwaltung hat zu einem offenen Besichtigungstermin der Heime eingeladen und ist auf breite Akzeptanz gestoßen.“ Lediglich eine Spielfläche fehlt laut Andreas Seidler noch auf dem Gelände. „Jeder Investor ist angehalten, eine solch kleine Spielfläche bei Wohnbebauung vorzuhalten. Auch wir sollten dieser Verpflichtung nachkommen, damit die Kinder nicht in der Umgebung spielen müssen“, fordert er.

Verwaltung sprach vor mehr als 20 Jahren einen Baustopp aus

Er ergänzt, dass es sich dabei nicht um einen Spielplatz in der Größe des Mehrgenerationenparks handeln soll: „Eine Rutsche, eine Schaukel und ein Sandkasten. Das müsste doch möglich sein.“ Weitere Kritik übt Seidler in Bezug auf die Bauruine an der Mettmanner Straße (Höhe T-Kreuzung Richtung Ratingen) aus. „Dieser Bau steht seit sicherlich mehr als 20 Jahren in unberührtem Zustand da, weil die Verwaltung damals einen Baustopp angeordnet hat. Das Gelände befindet sich im Außenbereich und weist demnach keine Nutzung für reine Wohnbebauung auf.“ Seitdem sei nicht mehr viel passiert. „Außer, dass vor kurzer Zeit die Hecke geschnitten wurde und man von der Kreuzung wieder gut auf den Schandfleck gucken kann.“ Für die Zukunft wünscht er sich die Aufnahme von Gesprächen zwischen Eigentümer und Verwaltung, „damit hier endlich Lösungen gefunden werden“.