Krefeld: Radwege-Verbindungen nach Hüls sollen schnell besser werden

Im Gespräch : Radwege-Verbindungen nach Hüls sollen schnell besser werden

Der Hülser SPD-Vorsitzende Martin Reyer kündigt gemeinsames Konzept mit Grünen und FDP an.

Zum Gesprächstermin mit der WZ kommt Martin Reyer mit dem Fahrrad. Was kein Zufall ist: Der SPD-Ratsherr und Fraktionschef in der Bezirksvertretung Hüls nutzt das Zweirad beruflich und privat sehr häufig. Sei es für den kurzen Weg von seinem Haus an der Straße Am Mariengraben zum Helios Cäcilien-Hospital, wo er Betriebsratsvorsitzender ist. Oder sei es zu einem politischen Termin in der Krefelder Innenstadt. „In die Entwicklung des Mobilitätskonzeptes kann ich mich gut einbringen“, betont der 48-jährige Politiker, dem naturgemäß die Radwege in und um Hüls herum besonders am Herzen liegen.

„Der beste Weg mit dem Rad in die Innenstadt führt über die Inrather Straße“, sagt Reyer. Nur die großen „Krefelder Kissen“, die dort teilweise verbaut seien, seien für Radler ungeeignet. Besser seien die kleinen Kissen, so lange sie denn nicht von Autofahrern zugeparkt würden. Ansonsten sei die Straße als Tempo-30-Zone und mit wenigen Ampelquerungen ideal geeignet, um in Richtung Innenstadt zu kommen.

Die Ampelquerung am Oranierring sollte aus seiner Sicht dahingehend überprüft werden, ob nicht auch hier ein schnelles Durchkommen für Radfahrer möglich wäre. Denn dann wäre der weitere Weg über die Geldernsche Straße bis zum Friedrichplatz problemlos machbar.

Der kürzlich von der CDU in der Bezirksvertretung eingebrachte Vorschlag, entlang der Hülser Straße einen Radweg in die Innenstadt auszubauen, sieht Martin Reyer als weit weniger effektiv an. Seine Fraktion bereite derzeit mit Grünen und FDP einen gemeinsamen Antrag für eine Verbesserung der Radwegeverbindung vor.

Insgesamt sieht er Hüls in Sachen Radwege sehr gut aufgestellt. „Ich komme hier mit dem Rad überall schneller hin als mit dem Auto.“ Hüls sei schon fahrradfreundlich, freilich könne das auch noch besser werden.

Mit Blick auf die allgemeine Mobilität hält Reyer fest: Hüls könnte von einer Verlängerung der Straßenbahnlinie profitieren. „Das ist noch Zukunftsmusik“, weiß der SPD-Politiker. Aber: „Nur weil wir uns vor Jahren von solchen Plänen aus finanziellen Gründen verabschiedet haben, sollten wir uns vor einem Ausbau auch nicht verschließen.“ Die Bundesregierung stelle Fördergelder für solche Projekte bereit, man müsse prüfen, was für Krefeld und besonders für Hüls möglich ist. Auf längere Sicht könne der Bahnhof oder der Bereich der Gesamtschule Umsteige- und Endpunkt werden.

Schwimmbad: Sanierung könnte Schritt für Schritt erfolgen

Welche Themen brennen dem Hülser Politiker derzeit noch auf den Nägeln? In erster Linie natürlich der Erhalt des Schwimmbads. „Das ist für Hüls extrem wichtig – auch für das Schul- und Vereinsschwimmen“, so Reyer. Deshalb müsse man auch durch den raschen Umbau zu einem technisch einwandfreien Bad kommen, das sich durch ein 25- oder auch 50-Meter-Becken für den Schwimmsport eignet. Edelstahlbecken würden sich anbieten, da sie schnell umzusetzen seien. „Man muss ja auch nicht alles auf einmal machen“, sagt Reyer mit Blick auf die Kosten des Projekts – von bis zu acht Millionen Euro ist derzeit die Rede. So könne man zum Beispiel die Umkleidekabinen zu einem späteren Zeitpunkt erneuern. Bis 2021 sei dann auch die Sanierung möglich. Derzeit wird an einer Machbarkeitsstudie gearbeitet, die dann ab Januar in die politischen Beratungen gehen soll.

Bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr wird Martin Reyer wieder antreten – für die Bezirksvertretung und für den Rat. „Dann kann ich was für die Stadt und für Hüls bewegen.“