Kommentar KBK zeigt Schwächen im Naturschutz

Meinung | Krefeld · Ob die Asphaltierung auf dem Rohrammerdyk, das fortwährende Auf-Stock-Setzen von Büschen und jetzt das Abfräsen von Waldwegen mit massiv zerstörten Wurzelwerk – eine fachmännische Kontrolle der Arbeiten muss her

Abgerissene Wurzeln und Äste und der Bodenaushub der Wege sind in den grünen Randstreifen geworfen worden.

Abgerissene Wurzeln und Äste und der Bodenaushub der Wege sind in den grünen Randstreifen geworfen worden.

Foto: Ja/Jochmann, Dirk (dj)

Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben, um es glauben zu können. Da wird eine Fachfirma vom Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) beauftragt, im Naturschutzgebiet Waldwege abzuziehen und die tiefen Löcher darin zu verfüllen, und danach ist für den Betrachter der Schaden an der Natur um ein Vielfaches größer als zuvor gegeben. Es wird zu klären sein, wie so etwas geschehen konnte, wie die Ausschreibung für den Auftrag lautete, welche Fachkompetenz die ausführende Firma hatte, ob es eine genaue Absprache zwischen dem Fachbereich Umwelt und dem KBK im Vorfeld gegeben hat. Die Vertreter von Nabu und BUND, die den Umweltfrevel – anders ist der nicht zu bezeichnen – entdeckt haben, bezweifeln, dass es die gegeben hat.

Schon bei der – inzwischen nachgewiesenen – unrechtmäßigen Asphaltierung eines Teilstücks des Rohrammerdyks 2021 zeigt das Konstrukt KBK als Dienstleister der Stadt erhebliche Schwächen. Vor allem bei Naturschutz- und Umweltbelangen.