Krefeld: Streit um Radweg an der Hülser Straße

Bezirksvertretung debattiert : Streit um Radweg an der Hülser Straße

Mehrheit in Bezirksvertretung lehnt CDU-Antrag ab. Er sei „nicht ausgewogen“.

. Keinen Erfolg hatte die CDU in der Bezirksvertretung Hüls mit ihrem Antrag, die Verwaltung mit der Ermittlung einer Trasse für einen Radschnellweg bis möglichst ins Krefelder Zentrum zu beauftragen. „Hierbei wäre es wünschenswert, eine parallele Führung im Bereich der Straßenbahntrasse der Straßenbahnlinie 044 zu wählen“, hatte Antragsteller Timo Kühn erklärt.

Bei SPD, Grünen und FDP stieß er damit auf wenig Resonanz. „Wir haben bessere Ideen“, ließ Martin Reyer als Vorsitzender der SPD-Fraktion wissen. In der nächsten Sitzung werde man diese vorstellen. Die Grünen ließen zwar wissen, dass man alle Vorschläge zur Verbesserung der Radwegesituation begrüße. Aber die Trasse entlang der Straßenbahn, also auf der Hülser Straße, sei schon wegen des dort herrschenden Verkehrs nicht geeignet, gut und sicher in die Innenstadt zu kommen. Stattdessen schlugen die Grünen vor, die parallel verlaufende Inrather Straße als Fahrradstraße auszuweisen und die Ampelschaltungen dort für den Radverkehr zu optimieren.

„Diese Überlegung hatten auch wir, aber das hätte erheblichen Einfluss auf die Anlieger“, entgegnete Timo Kühn. Obwohl die übrigen Fraktionen signalisiert hatten, dass sein Vorschlag keine Zustimmung finden wird, beharrte er auf einer Abstimmung über den Prüfauftrag – bei der die CDU dann prompt unterlag.

„Der Antrag war nicht ausgewogen“, ließ Bezirksvorsteher Hans Butzen (SPD) wissen. Er hatte zuvor angekündigt, das Thema Radroute in die Innenstadt nochmals auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen.

Der Netto-Markt soll
attraktiver werden

Zustimmung gab es für den Aufstellungsbeschluss eines B-Plans für den Bereich des Netto-Marktes am Mühlenweg. Wie Ludger Walter von der Bauleitplanung der Stadt erläuterte, soll der Markt von 700 auf 970 Quadratmeter Verkaufsfläche ausgeweitet werden. In der Hauptsache gehe es bei dem Vorhaben aber darum, durch eine attraktivere Gestaltung und breitere Gänge eine großzügigere Warenpräsentation zu ermöglichen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Durch den Ausbau wird die Anzahl der Stellplätze verringert. Derzeit gibt es 93 Stellplätze, nach dem Umbau sollen noch 56 erhalten bleiben. Der Naturschutzbund (Nabu) hat sogar eine Reduzierung auf 46 vorgeschlagen, um mehr Platz für Pflanzstreifen zu gewinnen. Die Stadt hat dies mit Hinweis darauf zurückgewiesen, dass der Boden aufgrund vorhandener Altlastenproblematiken versiegelt bleiben sollte. Von den Grundstückseigentümern liegen schriftliche Einverständniserklärungen vor, dass die erforderlichen Planungen auf den betroffenen Flurstücken durchgeführt werden dürfen. Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden keine Anregungen aus der Bürgerschaft zu dem Vorhaben vorgetragen.

Der Stadtrat soll in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. November, abschließend über den Aufstellungsbeschluss und die öffentliche Planauslegung befinden.

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