Hüls: Kirmesplatz soll Ende 2020 umgebaut sein

Planung : Hülser Kirmesplatz: Baubeginn im Frühjahr 2020

Kommunalbetrieb legt Zeitplan für Sanierung vor. Abriss der Feuerwache beginnt in Kürze.

Zwei der wichtigsten Projekte für den Hülser Ortskern kommen nach langer Wartezeit offenbar endlich in die Gänge: In der Sitzung der Bezirksvertretung Hüls hat Andreas Horster vom Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) am Mittwochabend einen Zeitplan zur Neugestaltung des Kirmesplatzes vorgelegt. Parallel dazu kündigte Bezirksvorsteher Hans Butzen an, dass der Abriss der anliegenden alten Feuerwache im vierten Quartal dieses Jahres beginnen werde. Das habe ihm Investor Jörg Weitzel schriftlich zugesichert.

Weitzel will mit seiner Firma Küppersliving anstelle der alten Feuerwache für 3,8 Millionen Euro ein Wohn- und Geschäftshaus mit halboffener Tiefgarage errichten. „Ohne Zeitschiene können wir nicht anfangen“, hatte er erst kürzlich gegenüber unserer Zeitung in Richtung des Kommunalbetriebs erklärt.

Planung soll nun
den „Feinschliff“ bekommen

Doch Andreas Horster konnte jetzt liefern. Ende des ersten, Anfang des zweiten Quartals 2020 soll demnach der Neubau des Platzes beginnen, kündigte er in der Sitzung der Bezirksvertretung an. Also im Anschluss an den Abriss der Wache, der Ende Februar abgeschlossen sein muss, denn dann endet dafür auch die Genehmigung.

Die Bauarbeiten für den Platz sollen dann etwa ein Dreiviertel Jahr dauern. Bis Weihnachten 2020 werde er fertig sein, sagte der Vertreter des Kommunalbetriebs. Die Zeit bis zum Ende des Abrisses der alten Wache werde beim KBK noch gebraucht. Laut Horster gehe es nämlich nun an den „Feinschliff“ der Planung. Dazu zählt unter anderem das Thema Entwässerung.

Die bisher unbefestigte Schotterfläche auf dem höher gelegenen Kirmesplatz (vor Jahrzehnten stand dort eine Gerberei) soll mit Betonpflaster ausgebaut und mit 82 Stellplätzen versehen werden. Auch je zwei Ladestationen für Autos und Räder entstehen. Die bislang sehr schmale Straße Auf dem Graben wird auf 6,50 Meter verbreitert und erhält auf beiden Seiten einen Gehweg von je zwei Metern Breite. Dafür muss die Platzkante um vier Meter zurückgesetzt und neu befestigt werden.

Die Mauer auf der südlichen Seite wird abgerissen und neu erstellt, an der Bruckerschen Straße wird die bröckelnde Wand saniert. Bereits 2016 hatte der Rat für das Projekt 800 000 Euro bereitgestellt. „Seitdem schieben wir es von einem Jahr aufs andere“, sagte Hans Butzen in der Sitzung.

Fertigstellung rechtzeitig
vor dem Schützenfest

Auf Nachfrage von Martin Reyer (SPD) versicherte Horster, man habe beim Feinschliff keine wesentliche Änderung der bisher bekannten Planung vor. Die vorgelegte Zeitschiene wäre also nicht gefährdet.

Das würde auch für das Fest der Historischen Schützenbruderschaft Hüls gelten, das im Drei-Jahres-Rhythmus stattfindet und 2021 wieder gefeiert wird. Zum Aufbau des Zeltes wird der Kirmesplatz benötigt.

Für das Bauprojekt von Küppersliving, bei dem nach der aktualisierten Planung vor allem Drei-Zimmer-Wohnungen entstehen sollen, gibt es noch keine exakte Zeitplanung. Platz und Neubau müssen aber „baulich verwoben werden“, erklärte Andreas Horster. Investor Jörg Weitzel hatte im Gespräch mit unserer Zeitung von einer Bauzeit von locker zwei Jahren gesprochen. Einzug könne in zweieinhalb Jahren sein.

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