Im Falle einer Niederlage wird es für die TuRU ziemlich ungemütlich

Im Falle einer Niederlage wird es für die TuRU ziemlich ungemütlich

Ausfall von Torwart und Motivator Björn Nowicki ist bitter.

Samir Sisic weiß genau, was heute Nachmittag auf dem Spiel steht. „Für beide Teams hat diese Partie so etwas wie Endspielcharakter“, sagt der Trainer des Fußball-Oberligisten TuRU vor der Partie beim VfB Hilden. Der Gewinner des Nachbarschaftsduells macht einen bedeutenden Schritt in Richtung Klassenerhalt. Für den Verlierer wird es ungemütlich, vor allem dann, wenn die auf den Abstiegsrängen liegenden Konkurrenten punkten. Psychologisch im Vorteil scheint vor dem Anpfiff der gastgebende VfB Hilden zu sein, der am Mittwoch mit dem 4:1-Sieg im Nachholspiel in Cronenberg das Erfolgserlebnis sammelte, auf das die TuRU so sehnsüchtig wartet. Magere vier Punkte holten die Oberbilker aus den sieben Spielen unter der Regie von Samir Sisic. Der einzige Sieg unter Sisic wurde gegen Schlusslicht DSC 99 eingefahren, ist aber auch schon rund einen Monat her.

Der A-Lizenzinhaber und sein Team müssen nun liefern, das allerdings unter erschwerten Bedingungen. Die Verletzung von Björn Nowicki — für die bereits operierte Nummer eins ist die Saison wegen eines Bänder- und Muskelrisses im Arm wohl vorzeitig beendet — ist ein schwerer Schlag. Der 26-Jährige war nicht nur ein sicherer Rückhalt, sondern auch ein lautstarker Motivator auf dem Platz. TuRUs Sportdirektor Ilja Ludenberg reagierte und verpflichtete im 36-jährigen Till Kohnen (zuletzt Union Nettetal) einen erfahrenen Ersatz, der sofort spielberechtigt ist. Zudem sicherten sich die Blau-Weißen wohl die Dienste eines weiteren Torwarts. Maksimilijan Milovanovic kennt Samir Sisic noch aus seiner Zeit bei der Fortuna. Der 20-Jährige stand zuletzt beim Ligarivalen 1. FC Bocholt unter Vertrag. Auch seine Spielberechtigung soll in Kürze erfolgen.

Wertvolle Schützenhilfe könnte die TuRU morgen vom SC West erhalten. Die Oberkasseler gastieren beim Tabellenvorletzten Cronenberger SC, der bereits mit dem Rücken zur Wand steht. Der DSC 99 möchte sich zu Hause gegen den VfB Speldorf derweil für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren.

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