DSC 99 empfängt die TuRU zum Krisenderby

DSC 99 empfängt die TuRU zum Krisenderby

Der eine Oberligist wartet seit zwölf Spielen auf einen Sieg, der andere seit acht.

Die einen warten seit zwölf Ligaspielen auf einen Sieg, die anderen konnten zuletzt achtmal in Folge nicht gewinnen. Keine Frage, zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Oberliga kann man bei der Partie zwischen den DSC 99 und der TuRU getrost von einem „Krisen-Derby“ sprechen.

Beim DSC ist die Notlage nach einer ganz schwachen Hinrunde derart groß, dass schon jetzt niemand mehr ernsthaft an den Klassenerhalt glaubt. „Wir können nun wirklich ganz befreit aufspielen“, sagt Jörg Vollack in Anbetracht von mittlerweile 13 Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Ziel des Schlusslichts sei es nun, einfach eine erfolgreichere Rückrunde zu spielen.

Um die Basis dafür zu legen, hat Vollack beim Vorstand auch schon einen Wunschzettel für das neue Jahr hinterlegt: „Wir haben Kontakt zu dem einen oder anderen potenziellen Neuzugang aufgenommen. Jetzt ist der Verein am Zug, zu prüfen, ob das realisierbar ist.“

Bei der TuRU hat der neue sportliche Leiter Ilja Ludenberg bereits die erste Personalie festgezurrt und mit Jonas Agen einen neuen Torwarttrainer präsentiert. Der 33-Jährige Agen war zu seiner Aktivenzeit Jahre lang die Nummer eins bei der TuRU und kümmert sich künftig um die Belange seines einstigen Konkurrenten Björn Nowicki. Auch ein Athletiktrainer soll in Kürze vorgestellt werden. Dann wäre das neue Trainergespann mit Samir Sisic und Assistent Alparslan Güven an der Spitze komplettiert.

Während im Umfeld wieder Ruhe einkehrt ist, steht die Mannschaft morgen auf dem Platz unter Zugzwang. Schließlich droht die TuRU bei einer weiteren Niederlage in den Abstiegsstrudel hinein gerissen zu werden.

Mit Sorgen dieser Art muss sich der SC West in dieser Spielzeit nun wirklich nicht beschäftigen. Vielmehr geht es für die sechstplatzierten Oberkasseler in den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause darum, den Kontakt zur Tabellenspitze zu wahren. Dem kommenden Heimspiel gegen die punktgleiche Spielvereinigung Schonnebeck kommt daher eine besondere Bedeutung zu.