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Fußball/Turu-Torjäger Dertwinkel: Es bleibt noch viel Arbeit

Fußball/Turu-Torjäger Dertwinkel: Es bleibt noch viel Arbeit

TuRUs junger Torjäger kommt immer besser in Schwung, warnt aber vor allzu viel Euphorie.

Düsseldorf. Am letzten Sonntag stellte Patrick Dertwinkel erstmals unter Beweis, warum die TuRU sich vor einigen Wochen so um ihn bemüht hatte. Beim 2:1-Sieg des Fußball-Oberligisten über Schwarz-Weiss Essen war Dertwinkel als Doppeltorschütze die entscheidende Figur. Glaubt man dem 21-Jährigen, dann darf sich die Konkurrenz demnächst noch auf einiges gefasst machen.

„Die beiden Treffer taten der Mannschaft und mir natürlich gut. Aber ich bin noch lange nicht dort, wo ich hin möchte. Es wird noch etwas dauern, bis ich in Bestform bin“, sagt Dertwinkel. Eine Krankheit warf den technisch beschlagenen Mittelfeldspieler in der Vorbereitung zurück. Dies und Komplikationen bei der Spielberechtigung waren dafür verantwortlich, dass Dertwinkel erst im Laufe der Spielzeit zum Team stieß.

Nach vier Spielen mit seinen neuen Mannschaftskollegen ist Dertwinkel noch nicht in der Lage zu sagen, wohin die Reise für die TuRU in dieser Saison gehen kann. „Ich muss die Jungs noch besser kennen lernen. Klar ist aber auch, dass wir gegen Homberg und Essen auch etwas Glück hatten. Es bleibt also noch viel Arbeit“, so der Mittelfeldspieler.

Die hat Dertwinkel seit wenigen Wochen übrigens auch neben dem Platz. Das begonnene duale Studium der Rechtswissenschaften fordert dem in den Jugendabteilungen des MSV Duisburg und von Borussia Mönchengladbach ausgebildeten Kicker einiges ab. Aufgrund der Zusatzbelastung muss Dertwinkel momentan auch nur drei- anstatt viermal mit der Mannschaft trainieren.

„Das ist so abgesprochen. Das Studium geht nun einmal vor. Deshalb habe ich auch Angebote aus der Regionalliga ausgeschlagen“, erklärt Dertwinkel. Der frühere Junioren-Nationalspieler hat die Hoffnung auf eine Rückkehr in den bezahlten Fußball dennoch nicht abgehakt. „Ich habe mit dem Thema noch lange nicht abgeschlossen“, sagt Dertwinkel. Das ist jedoch Zukunftsmusik.

Kurzfristig will der Nachwuchsmann erst einmal wieder in Bestform kommen und mit der TuRU so erfolgreich wie möglich spielen. So auch am Sonntag im Derby beim Tabellennachbarn Ratingen 04, der auf Rang acht drei Zähler vor den Oberbilkern liegt.