Frank Zilles will den TuRU-Kader verkleinern — ohne einen Qualitätsverlust

Frank Zilles will den TuRU-Kader verkleinern — ohne einen Qualitätsverlust

Der Sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten ist schon weit bei der Kaderplanung. Ein Neustart soll alles verbessern.

Düsseldorf. Es gab für Frank Zilles vor dem wohlverdienten Urlaub noch einiges zu erledigen. Am Sonntagmorgen verabschiedete sich der sportliche Leiter der TuRU für ein paar Tage nach Ibiza. Zwei Tage zuvor verkündete der Fußball-Oberligist noch einige Personalien. Dass Zilles die Verträge mit Jacub Przybylko und Jacob Yusuf Ballah verlängern konnte, darf durchaus als Erfolg gewertet werden. Der erst spät in der vergangenen Saison verpflichtete Przybylko deutete bei seinen vier (Kurz-)Einsätzen an, dass er dem Angriff der Oberbilker zu mehr Durchschlagskraft verhelfen kann.

Das gilt zweifellos auch für Jacob Yusuf Ballah, der in der vergangenen Spielzeit zunächst zum Shootingstar avancierte, ehe ihn eine hartnäckige Schambeinverletzung monatelang außer Gefecht setzte. Dem pfeilschnellen Flügelstürmer soll Maximilian Funk künftig den Rücken frei halten. Der 19-Jährige defensive Mittelfeldspieler wechselt aus der A-Jugend des MSV Duisburg an die Feuerbachstraße. Funk darf zu den Wunschspielern von Samir Sisic gezählt werden, der den Rechtsfuß in der C-Jugend der Fortuna zum Junioren-Nationalspieler formte. Der polnische Jugend-Nationalspieler soll eine der Lücken in der Mittelfeldzentrale füllen, die durch die Abgänge von Fabio Fahrian (Meerbusch), Malte Boermans (Schwarz-Weiß 06) und Florian Abel (Ziel unbekannt) entstanden sind. Fahrian und Abel lösten ihre noch gültigen Verträge mit der TuRU auf. Im Falle Fahrian sicherlich etwas überraschend, im Falle Abel fast schon zu erwarten. Der spielstarke Regisseur fand nie zu seiner Form, was sicher auch daran lag, dass der Aufwand, um zu Training und Spiel zu kommen, viel zu hoch für ihn war.

Frank Zilles sieht in den Abgängen — auch Philipp Cox, Julian Kanschik, Markus Wolf, Dominik Pulina, Kakeru Hasui, Juil Kim und Till Kohnen sind nicht mehr dabei — nicht nur einen Verlust, sondern auch eine Chance. „Wir wollten den Kader verkleinern und haben nun die Basis für einen Neustart geschaffen.“

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