Denis Moser gewinnt den Osterlauf​ in Neuss

Laufsport : Moser gewinnt den Osterlauf

Die 18 Jahre alte Düsseldorferin hat in Neuss über eine Minute Vorsprung und läuft Bestzeit. Der Schotte Nikki Johnstone siegt bei den Männern.

Unter den 600 Läufern beim zweiten Neusser Osterlauf am Karsamstag waren auch wieder viele Läufer aus Düsseldorf. Allen Startern wurde es besonders beim Halb-Marathon (Startzeit 12 Uhr) mit 25 Grad viel zu warm. Zusätzlich mussten sie auch noch gegen teilweise heftig auftretende Windböen anrennen.

Beim Lauf zuvor über zehn Kilometer waren die so plötzlich warmen Temperaturen gerade noch zu ertragen, am allerbesten von der 18-jährigen Denise Moser (SFD 75), die in neuer Bestzeit von 39:04 Minuten bei den Frauen weit vornweg rannte und eine Minute Vorsprung hatte. Zu gerne wäre sie auch in diesem Jahr wieder im Trainingslager des SFD 75 in Kaltern (Südtirol, die WZ berichtete) dabei gewesen. „Ich habe aber wichtige Kurse an der Uni und konnte daher nicht mitfahren,“ sagte die Biochemie-Studentin (im zweiten Semester) an der Heinrich-Heine-Universität. Sie hatte in der Vorwoche bei der Laufserie in Rheinhausn auch schon den 3000-Meter-Lauf zur neuen Bestzeit von 10:14,24 Minuten genutzt und die Norm für die Deutschen Jugend-Meisterschaften in Ulm Ende Juli erreicht. An der 1500-Meter-Norm (4:50,20 Minuten) sauste sie noch in 4:51,39 Minuten um eine Sekunde knapp vorbei.

Die Ausfallquote bei dem
warmen Wetter war hoch

Den Halb-Marathon über 21,1 Kilometer gewann der in der Region bestens bekannte Nikki Johnstone (früher ART, jetzt Siegburg) in 1:12:09 Stunden. Hatte er noch vor dem Lauf dem DEG- und Fortuna-Stadion-Moderator André Scheidt ins Mikro gesagt: „Kopf aus, Beine an“, so änderte er nach der Hälfte der Strecke seine Taktik: „Kopf ein, Beine aus,“ und ließ es nur noch locker angehen. „Am Sonntag laufe ich beim Dresden-Marathon“, kündigte er an. Es ist schon sein sechster Marathon in diesem Jahr und bisher hat er alle seine Läufer über die „langen 42,2 Kilometer“ gewonnen.

Der Neusser Lauf-Event-Chef Simon Kohler war mit dem Ablauf des Osterlaufes durchaus zufrieden, allerdings nicht mit dem plötzlichen Wärmeeinbruch. „Die Ausfallquote war mit 150 Läufern doch diesmal leider ausgesprochen hoch,“ bedauerte er.