LTV vergibt gute Möglichkeiten

Gegen Ferndorf bleiben die Pirates hinter den Erwartungen und verlieren 22:23.

Leichlingen. Die Leichlinger Drittligahandballer haben sich für eine ganz starke Leistung nicht belohnt. Am Samstag unterlag die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet beim verlustpunktfreien Tabellenführer TuS Ferndorf unglücklich mit 22:23 (11:12). „Ich brauch kein Lob für ein gutes Spiel, wenn wir am Ende nichts gewonnen haben“, war Lorenzet angefressen.

Der LTV-Coach zählte mehrere Aspekte auf, weshalb sein Team gegen die Ferndorfer Mannschaft eine gute Möglichkeit vergeben hatte. Da war etwa die verschlafene Anfangsphase, in der der LTV kein Tor erzielen konnte. Erst als Lorenzet permanent den siebten Feldspieler brachte, wurde die Offensive erfolgreicher. „Das hätten wir von Anfang an machen sollen, aber in der Vorbesprechung haben wir uns dagegen entschieden“, sprach Lorenzet einen taktischen Fehler an. Außerdem sah er noch andere Gründe: „Wir haben zehn hundertprozentige Würfe nicht im Tor untergebracht und mehrere Pfiffe nicht bekommen. In einer so engen Partie wiegt das besonders schwer“, so Lorenzet.

Dabei konnte der Coach phasenweise sehr zufrieden sein. Sein Team hat extrem gut verteidigt und große Moral bewiesen. Etwa beim 13:18 (39.). Ein solcher Rückstand bedeutet gegen den Spitzenreiter normalerweise das Ende aller Hoffnungen. Doch der LTV kämpfte sich zurück und hätte das Spiel vielleicht sogar gedreht, wenn David Kreckler beim Stand von 21:23 (57.) nicht einen Siebenmeter vergeben hätte. Dennoch gelang den Leichlingern 40 Sekunden vor Schluss der 22:23-Anschlusstreffer.

LTV: Stecken, Mundhenk; Hansen (4), Kreckler (4/2), Rachow, Munkel, M. Schulz, L. Schulz, Menzlaff (alle 2), Hertlein, Lange, Novickis, Bouali (alle 1), Feutmann Perez

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