18:25 gegen Emsdetten - HSG kassiert dritte Pleite in Folge

Handball : HSG kassiert dritte Pleite im dritten Spiel

Nach der 18:25-Niederlage gegen den TV Emsdetten rutschen die Krefelder ans Tabellenende der 2. Handball-Bundesliga.

Die Trauben hängen ganz schön hoch für die HSG Krefeld in der 2. Handball-Bundesliga. Nach der völlig verdienten 18:25 (13:13)-Niederlage gegen den TV Emsdetten ziert der Aufsteiger nach drei Spieltagen als einziges Team ohne Punktgewinn das Tabellenende der Liga. Die vermeintlich gute Chance wurde vertan, aus drei Heimspielen zum Auftakt zumindest einen Sieg einzufahren. In den beiden ersten Heimspielen wurde im HSG-Lager noch die kurze Vorbereitung, mangelnde Cleverness oder fehlendes Glück angemahnt. Nun offenbarten die Krefelder, gegen den nicht einmal überragend aufspielenden TV Emsdetten, eine nicht zweitligawürdige Leistung im Angriff.

Wie ein roter Faden ziehen sich technische Fehler, ungenaue Pässe und schwach vorbereitete Abschlüsse durch das Angriffsspiel. Nach dem 18:18 durch Felix Jaeger blieb Krefeld in der Schlussphase eine Viertelstunde ohne Tor. Symptomatisch für die Angriffsleistung war der zweite verworfene Siebenmeter in der Schlusssekunde von Kevin Christopher Brüren. Haushoch schmetterte der 25-Jährige frustriert den Ball über den Kasten. Der Frust war einfach überall zu spüren, doch der verletzte Vize-Kapitän Max Zimmermann auf der Tribüne mahnt: „Wir wussten vor der Saison, dass wir durchaus die ersten fünf oder sechs Spiele verlieren können. Darum dürfen wir den Glauben an unsere Leistungsfähigkeit und den unbändigen Kampfgeist nicht aufgeben.“

Unkonzentrierter Auftakt führt schnell zum Rückstand

Schon der Auftakt vor 738 Zuschauern ging erneut daneben. Die Gastgeber lagen nach einem überhastetem Beginn mit 2:6 hinten. Nach acht Fehlern allein in den ersten 20 Minuten führte Emsdetten mit 10:6. Erst nach dem Rückstand zum 8:11 kam Linie ins HSG-Spiel, brachten vier Tore in Folge die erste Führung, die Linksaußen Dorian Wöstmann zum 12:11 für sich verbuchen durfte.

Wie schon gegen Rimpar kam die HSG, angeführt durch den enorm agilen Spielmacher Simon Ciupinski, nach der Pause mit großer Wucht zurück auf das Spielfeld. Allein der Routinier riss mit seiner Schnelligkeit immer wieder Löcher in die Gästeabwehr. Der 30-Jährige war sich nicht zu schade, den Körperkontakt mit seinen Gegenspielern zu suchen, er sorgte allein für die 15:13-Führung. Doch beim Stande von 17:17 stieß Ciupinski mit Gäste-Spielmacher Sören Kress zusammen und schied verletzt aus. Damit fiel das Krefelder Angriffsspiel völlig in sich zusammen. Blutleer, völlig frustriert, ohne Gegenwehr und Power versuchte das Team später nur noch das Spiel zu überstehen. Die Gäste hatten in den Schlussminuten leichtes Spiel, krönten ihren Sieg gar mit einem demoralisierenden Kempa-Trick zum Abschluss.

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