HSG Krefeld: Viele Verletzte machen dem Team Sorgen

Ausfälle : Verletzungsmisere schwächt die HSG Krefeld

Trainer Arnar Gunnarsson stehen nur noch 15 von 19 Spielern zur Verfügung.

34 Spiele stehen für die HSG Krefeld in der 2. Handball-Bundesliga auf dem Programm, eine langwierige Saison damit ins Haus. Denn die 2. Liga dürfte mehr an den Kräften zehren und höhere Ansprüche stellen als die gewohnte semi-professionelle 3. Liga. Das war den Verantwortlichen der HSG Krefeld bewusst. Allein die Verpflichtung von drei Torhütern und ein noch breiter aufgestellter Kader waren Pflicht, weil eben eine zweite Mannschaft fehlt. Doch nach einer holprigen, viel zu kurzen Vorbereitung und nach nur einem Saisonspiel schrumpft der Kader von Trainer Arnar Gunnarsson zusammen.

Von 19 verpflichteten Spielern sind aktuell nur 15 Akteure in der Lage, am Spielbetrieb teilzunehmen. 16 Spieler könnte Gunnarsson auf dem Spielberichtsbogen eintragen. Es fehlen schon jetzt Alternativen. Da einige Spieler noch um Akklimatisierung ringen, schließen sich weitere Gedankenspiele ebenfalls aus. Für den neuen isländischen Trainer ist der Handlungsspielraum in Angriff und Abwehr begrenzt. Und die Verletztenliste erinnert schon jetzt an die Seuchensaison vor drei Jahren unter Trainer Olaf Mast.

Mit einigen Vorschusslorbeeren nach Krefeld geholt wurde Sebastian Schöneseiffen. Ohne dass der Ex-Gummersbacher sich empfehlen konnte, zog sich der 22-Jährige eine Schulter-Eckgelenksprengung zu, wird Monate ausfallen. Ob der Spielmacher tatsächlich eine Alternative für Simon Ciupinski und Tim Gentges sein kann, muss sich nach seiner Genesung herausstellen. Linkshänder Henrik Schiffmann, der Torjäger Kevin Christopher Brüren auf der rechten Angriff- wie Abwehrseite entlasten könnte, brach sich im Training den Ringfinger, ist ebenfalls auf noch unbestimmte Zeit außer Gefecht. Und die Heilung der Innenbanddehnung im Knie von Torhüter Frederick Stammer lässt ebenfalls auf sich warten.

Nach dem verlorenen ersten Saisonspiel am Wochenende gesellt sich mit Linksaußen Max Zimmermann nach seinem unglücklichen Auftritt und der Knieverletzung gegen Schwartau nun der erste Führungsspieler hinzu. Ein langfristiger Ausfall des ehemaligen Drittliga-Torschützenkönigs wäre eine sportliche – und menschliche – Schwächung.

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