Der Tabellenerste trifft auf den Drittplatierten

Handball : Die Heimfestung der HSG Krefeld

Der in 17 Heimspielen ungeschlagene Tabellenführer der 3. Handball-Bundesliga trifft im Spitzenspiel auf die Reserve von GWD Minden. David Hansen fällt aus.

Im Spitzenspiel des 25.Spieltages der 3. Handball-Bundesliga treffen am Sonntag um 16 Uhr in der Glockenspitzhalle mit der HSG Krefeld und der Bundesliga Reserve von GWD Minden II, die mit 14:4 Punkten erfolgreichsten Teams der Rückrunde aufeinander. Doch mit welchem Aufgebot der Gegner aufläuft, ist vergleichbar mit einer Wundertüte. Denn GWD-Trainer Moritz Schäpsmeier muss immer wieder Spieler aus seinem Kader für das Bundesligateam abstellen.

Dies könnte am Sonntag erneut der Fall sein, da Minden gegen den SC Magdeburg spielt. HSG-Trainer Ronny Rogawska überlässt nichts dem Zufall: „Wir sind auf alle personellen Möglichkeiten der Mindener eingestellt. Im Hinspiel haben sie uns auch nicht aus der Bahn werfen können“, sagt er. Rogawska erinnert an den hauchdünnen 26:25-Erfolg, als für Minden überraschend der ehemalige Zweitliga-Torschützenkönig Savvas Savvas auflief und die Krefelder Abwehr zunächst kräftig durchschüttelte. Doch mit einer starken Abwehrleistung in der zweiten Hälfte zogen die Krefelder dem ungestümen Gastgeber den Zahn. Mit 718 Toren stellen die handballerisch bestens ausgebildeten Mindener Youngster derzeit den besten Angriff der Liga.

Die HSG wiederum vertraut auf die mit Abstand beste Verteidigung. Aber gerade die Zusammensetzung der Abwehr bereitet Rogawska erhebliche Kopfschmerzen. Denn neben dem langezeitverletzten Torhüter Stefan Nippes werden die Abwehrspezialisten Jonas Vonnahme und Damian Janus noch vier Wochen fehlen. Im Auswärtsspiel gegen Großenheidorn traf es nun ausgerechnet noch David Hansen, der in den letzten Wochen mit Marcel Görden einen starken Innenblock in der Abwehr spielte.

Rogawska sagt: „David hat sich einen Hexenschuss zugezogen. An ein Training war nicht zu denken. Ich werde die Abwehr wohl erneut umstellen müssen.“ Großen Respekt zeigt der HSG-Trainer zudem vor der offensiven Mindener 3-2-1-Abwehr, die jedem Gegner höchste Konzentration abverlangt. Saison übergreifend sind die Krefelder nun seit 17 Heimspielen ungeschlagen.