Fußball-Regionalliga: WSV steckt in Oberhausen kräftig ein

Fußball-Regionalliga : WSV steckt in Oberhausen kräftig ein

Beim 1:5 zeigten sich die Wuppertaler gegen starke Gastgeber vor allem defensiv überfordert.

Die Talfahrt der jungen Mannschaft des Wuppertaler SV in der Fußball-Regionalliga West geht weiter. Im Freitagabendspiel unterlagen die Wuppertaler bei Rot-Weiß Oberhausen deutlich mit 1:5 (0:2) und kommen nach dem fünften Spiel in Folge ohne Sieg der Abstiegszone wieder ein Stück näher. Oberhausen unterstrich dagegen mit einer reifen Leistung seinen Anspruch, zu den Spitzenteams in der Liga zu gehören.

„Einer geht noch rein“, sangen die Oberhausen-Fans überschwänglich nach 57 Minuten als Cihan Özkara und Christian März dem WSV mit einem Doppelschlag binnen 60 Sekunden den k.o. versetzt hatten. Erneuter Nackenschlag also für die Wuppertaler, bei denen doch nach dem 1:2 gegen Wattenscheid Vieles besser werden sollte. Immerhin zeigte die Mannschaft nach dem 0:4 Reaktion und kam fünf Minuten später durch den dritten Saisontreffer von Gianluca Marzullo zum 1:4. Der Willen war der Mannschaft auch nie abzusprechen, wieder einmal zeigte sie sich aber unter Druck gegen spielstarke Mannschaften hinten als zu anfällig und zu fehlerhaft.

WSV-Trainer Andreas Zimmermann hatte die Anfangsformation gegenüber dem ernüchternden 1:2 gegen Wattenscheid nicht geändert, sie dankte es ihm aber zunächst nicht. Die Gastgeber drängten den WSV von Beginn an hinten rein und brachten ihn mit ihren gefährlichen Spitzen Cihan Özkara und Raphael Steinmetz sowie schnellen Kombinationen in arge Verlegenheit. Nach vier Minuten konnten Torwart Edin Pepic einen Schuss des zehn Meter vor dem Tor freistehenden Özkara noch glänzend parieren, schon zwei Minuten später klingelte es das erste Mal. Ex-WSVer Felix Herzenbruch, der seine Rolle links vor der Dreierkette zu einem Vorstoß nutzte, lief ungehindert durchs Mittelfeld, flankte nach links, von wo Maik Odenthal in die Mitte zog und von Daniel Grebe nicht entscheidend gestört werden konnte. Odenthal legte für Özkara ab, der aus 16 Metern flach ins Eck traf. Das war zu einfach. Nach 20 Minuten schien der WSV sich zwar etwas zu fangen, hatte vereinzelt mal eine Halbchance, entschlossener und reifer wirkten aber die Gastgeber. So nach 36 Minuten, als sich Raphael Steinmetz in zentraler Position auch vom herausstützenden Abwehrchef Tjorben Uphoff nicht vom Torschuss abhalten ließ und den Ball mit feiner Abschlusstechnik flach zum 2:0 versenkte.

Zur zweiten Hälfte brachte Zimmermann mit Rückkehrer Silvio Pagano, Tom Meurer und Daniel Kierath gleich drei frische Kräfte, um ein Zeichen zu setzen, und tatsächlich agierte der WSV nun mutiger nach vorn. Danny Kierath, der den Ball durchs Mittelfeld trieb und Lukas Knechtel hatten gleich zwei, drei gute Szenen. Kurz roch es ein bisschen nach Umschwung, doch Oberhausen reagierte kühl und konterte klasse. Konnte Tjorben Uphoff nach 55 Minuten noch artistisch auf der Linie retten, folgte kurz darauf der anfangs erwähnte Doppelschlag.

Die Köpfe beim WSV blieben immerhin oben, es wurde gegrätscht und gerannt, was das Zeug hielt, aber trotz des 1:4 durch Marzullo waren die Wuppertaler diesen Oberhausenern an diesem Abend nicht gewachsen. Der lange RWO-Verteidiger Jannik Löhden erzielte nach einer Ecke per Kopf den Endstand.

Für die Wuppertaler heißt es nun, sich bis Dienstag aufzurichten. Im Niederrheinpokal kommt dann Landesligist ESC Rellinghausen ins Stadion am Zoo und dieses Spiel muss gewonnen werden. Freitag der 13. war dagegen für den WSV ein schwarzer.

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