Daniel Pietta schießt die Krefeld Pinguine zum Sieg

Eishockey : Pietta schießt die Pinguine zum Sieg

Die Krefeld Pinguine zeigen beim 5:4-Erfolg Nehmerqualitäten und holen drei Mal einen Rückstand auf. Rynnäs’ nächste Glanzleistung.

Die Krefeld Pinguine haben am Freitagabend ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Dank toller Moral und einem überragenden Jussi Rynnäs im Tor siegten die Schwarz-Gelben in Ingolstadt mit 5:4. Daniel Pietta erzielte den entscheidenden Treffer zwei Minuten vor Spielende.

Als in der Saturnarena die Schlusssirene ertönte, feierten die Pinguine ihren ersten Saisonsieg ausgelassen. Denn der erste Dreier der Saison kam in einem verrückten Spiel überraschend zustande. Die Schwarz-Gelben gaben sich trotz vieler Rückschläge nie auf und hatten gegen eine vor allem in der Offensive sehr gute Ingolstädter Mannschaft immer die passende Antwort parat.

Pietta fordert „dreckiges Auswärtsspiel“ und trifft doppelt

Pietta hatte vor dem Spiel von seinen Mitspielern ein „dreckiges Auswärtsspiel“ gefordert, in dem seine Mannschaft vor allem in der Defensive gutstehen und konzentriert agieren sollte. Das klappte in den ersten Minuten überhaupt nicht. Die Pinguine waren in der Anfangsphase von ihren Gegenspielern zu weit entfernt und kamen kaum in Zweikämpfe, so dass die Panther nach Belieben kombinieren konnten. Die Folge waren zwei schnelle Gegentreffer durch Hans Detsch (4.) und Matthew Bailey (5.).

Brandon Reid nahm nach dem zweiten Gegentreffer seine Auszeit und redete auf sein Team ein. Mit Erfolg, denn nur rund vier Minuten später hatten seine Schützlinge das Spiel ausgeglichen. Laurin Braun hatte an alter Wirkungsstätte seinen Gegenspieler Sean Sullivan überlaufen, zog beherzt vor das Tor und überwand Timo Pielmeier eiskalt (8.). Nur 62 Sekunden später traf Pietta mit der Rückhand ins lange Eck zum 2:2-Ausgleich (9.). Beide Teams hatten Chancen zum Führungstreffer, doch weder Pielmeier noch Rynnäs ließen sich bis zur ersten Pausensirene ein weiteres Mal überwinden.

Panther verzweifeln am überragenden Jussi Rynnäs

Im zweiten Drittel verzweifelten die Gastgeber am überragenden Rynnäs. Der Finne hielt alle 15 Schüsse, die auf ihn zukamen. Seine Vorderleute wirkten zu passiv und konnten sich gegen die starken Ingolstädter Stürmer teilweise nur durch unerlaubte Weitschüsse befreien. Die Pinguine kamen erst gegen Ende des Drittels gefährlich vor das Tor von Pielmeier. Doch weder Grant Besse (36.), noch Phillip Bruggisser (Latte/37.), Chad Costello oder Pietta (beide 40.) konnten die erstklassigen Möglichkeiten nutzen.

Im letzten Drittel verteilten die Schwarz-Gelben zunächst Geschenke. Jerry D’Amigo nahm dankend an und erzielte zwei Treffer (41./45.). Vinny Saponari hatte zwischenzeitlich den dritten Krefelder Treffer erzielt (43.). Die Pinguine bewiesen Charakter, Chad Costello staubte zum 4:4 ab (51.). Doch es sollte noch besser kommen. Nach einer herrlichen Kombination der ersten Reihe über die gesamte Eisfläche lief Pietta alleine auf Pielmeier zu und schob dem Torhüter den Puck frech durch die Beine (58.). Nach Spielende wussten die wenigen mitgereisten Krefelder Fans bei wem sie sich zu bedanken hatten und feierten Rynnäs ausgelassen. Am Sonntag (16.30 Uhr) kommt Iserlohn in die Yayla-Arena.

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