Krefeld Pinguine: Heimspiel gegen Augsburger Panther bringt Neues

Eishockey : Krefeld Pinguine feiern Premiere mit Pommes und Trompete

Das erste Heimspiel des Eishockey-Erstligisten in der noch jungen Saison brachte gleich einige Neuheiten mit sich.

Es geht wieder los. Die Krefeld Pinguine sind zurück auf dem Eis. Nach einer langen Sommerpause ist die Wochenendplanung bei vielen Krefeldern wieder geklärt. Mit dem Spiel gegen die Augsburger Panther machten die Pinguine am Sonntag in der Yayla-Arena den Heim-Auftakt in die neue Saison.

Bereits 90 Minuten vor dem ersten Bully waren die Schlangen am Einlass lang, pünktlich um 15 Uhr öffneten sich die Türen und die ersten strömten ins Innere. Während sich die aktive Fanszene einheitlich in schwarzen Shirts mit der weißen Aufschrift „Krefelder Eislaufverein – Heute. Damals. Für Immer.“ präsentierte, nutzten andere das gute Wetter und fuhren mit zwei Planwagen an der Arena vor, stimmten dabei die ersten KEV-Sprechchöre an. Und in einer Sache sind sich die Fans einig: Es wird Zeit, dass es wieder losgeht.

Vor dem Spiel versammelten sich die hoffnungsvollen Fans vor der Yayla-Arena. Foto: Dirk Jochmann

„Der Sommer war lang genug“, sagt Markus Dennemans und ist positiv gestimmt: „Ich denke und hoffe, dass wir dieses Jahr endlich mal wieder in den Play-offs sind.“ Thomas Detzel schlägt in eine ähnliche Kerbe, sagt: „Die Vorfreude ist groß, der Sommer war viel zu lange. Unsere zweite und dritte Reihe ist meiner Meinung besser aufgestellt als noch letztes Jahr.“

„Trompeten-Willy“ bläst
jetzt für die Pinguine

Und wie das beim ersten Heimspiel der Saison so ist, kommen auch immer wieder neue Gesichter zum KEV. Einer, der für die jüngeren Zuschauer neu ist, den Älteren aber noch ein Begriff sein wird, ist Wilhelm „Willy“ Plenkers. Besser bekannt ist er unter dem Namen „Trompeten-Willy“. Im Regelfall steht der 58-Jährige in der Nordkurve des FC Schalke 04, ist dort schon lange eine Legende. In seiner Jugendzeit war der gebürtige Meerbuscher mehrmals in Krefeld, sorgte mit seiner Trompete in der Rheinlandhalle für Stimmung. Fast 30 Jahre war er jetzt nicht mehr beim Eishockey, Sonntag kam er auf Einladung des Fanbeauftragten Frank Wimmers zurück in die Halle – und das, obwohl seine große Liebe Schalke zeitgleich in Paderborn spielte. „Wenn ich zusage, dann komme ich auch“, sagt Plenkers: „Ich hab geile Erinnerungen an den KEV, bin auch noch mit einigen von früher in Kontakt und hab viele alte Freunde wiedergetroffen.“ Und so blies Trompeten-Willy während des Spiels zur Attacke, die Fans stimmten sofort ein.

Die Schalker Fan-Legend Trompeten-Willy hat erstmals seit fast 30 Jahren ein Pinguine-Spiel besucht. Foto: Dirk Jochmann

Änderungen bei der
Gastronomie in der Yayla-Arena

Auch in Sachen Gastronomie stellt sich das Team der Yayla-Arena zum Start in die Saison neu auf und setzt dabei auf Nachhaltigkeit. Pommes, Currywurst und andere Produkte werden ab sofort in umweltfreundlichen Zuckerrohr-Schalen verkauft. Die Schalen bestehen aus einem Nebenprodukt, das bei der Zuckerproduktion hergestellt wird und sind vollständig kompostierbar. Gastronom Jürgen Bister: „Es ist für uns wichtig, einen Teil zur Nachhaltigkeit beizutragen. Außerdem sind die Schalen durch ihr besonderes Material nicht nur sehr stabil, sondern auch umweltfreundlich.“ Präsentiert werden die Speisen zudem auf insgesamt 29 Bildschirmen, die im Innenraum der Arena verteilt sind. Das Team der Krefelder Werbeagentur „Blaue Erdbeere“ montierte die Bildschirme, schloss dabei unter anderem vier der 49-Zoll-Bildschirme zu einer Videowall zusammen, auf dem das Gastronomieangebot nun neu präsentiert wird.

Mehr von Westdeutsche Zeitung