Krefeld Pinguine feiern gegen Wolfsburg fünften Sieg in Serie

Fünfter Sieg in Serie : Daniel Pietta setzt gegen Wolfsburg den Schlusspunkt zum Sieg

Die Krefeld Pinguine entwickeln sich zu den Verlängerungsexperten in der Deutschen Eishockey Liga. Zum dritten Mal in Folge holten sie auf fremden Eis den für die Tabelle so wichtigen zusätzlichen Zähler.

Die Siegesserie der Krefeld Pinguine hielt auch in Wolfsburg. Die Mannschaft von Trainer Brandon Reid setzte sich am Freitag beim Tabellenvorletzten Wolfsburg mit 5:4 nach Verlängerung durch – der fünfte Erfolg in Folge. Daniel Pietta erzielte das Siegtor.

Es war ein Wechselbad der Gefühle. Die Pinguine führten mit 2:0, mussten dann jedoch innerhalb von drei Minuten im Mitteldrittel drei Gegentreffer hinnehmen. Jacob Berglund rettete mit seinem zweiten Treffer des Abends kurz vor Spielende (58.) seine Mannschaft in die Verlängerung. Dort sicherte Pietta nach sehenswerter Vorarbeit von Chad Costello den Zusatzpunkt (61.). Costello, der Topscorer der Pinguine, hatte bereits den Ausgleich durch Berglund herrlich aufgelegt.

Pinguine sind in der DEL die Verlängerungs-Experten

Die Pinguine entwickeln sich zu den Verlängerungsexperten in der Deutschen Eishockey Liga. Zum dritten Mal in Folge holten sie auf fremden Eis den für die Tabelle so wichtigen zusätzlichen Zähler. Damit hält neben der Siegesserie der Pinguine auch die persönliche Serie von Dimitri Pätzold, der erneut zwischen den Pfosten stand, und auch Reid kann weiterhin sein blaues Jackett tragen, dass der Trainer seit dem Erfolg über Augsburg am zweiten Weihnachtsfeiertag bei jeder Begegnung trug. Bei 13 Punkten Rückstand war es für die Grizzlys die letzte Chance noch einmal den Anschluss an die Pinguine und damit den zehnten Tabellenplatz zu schaffen. So waren es auch die Gastgeber, die die Anfangsphase bestimmten. Doch Pätzold strahlte viel Ruhe aus und ließ sich nicht bezwingen. Die Führung der Schwarz-Gelben fiel etwas glücklich. Cole Cassels lenkte ienen Pass von Berglund mit dem Schlittschuh ins eigene Netz (11.). Eine Minute später hatte Pätzold bei einem Schuss von Bergman an den Pfosten das Glück des Tüchtigen (12.).

Auf die Paradereihe war in der entscheidenden Phase Verlass

Das Mitteldrittel begann mit dem zweiten Treffer für die Pinguine. Alex Trivellato war nach gewonnenem Bully mit einem verdeckten Distanzschuss erfolgreich (22.). Doch das Tor war Gift für das Spiel der Krefelder, sie waren sich anscheinend zu siegessicher. Nur eine Minute später hatte die Grizzlys die Begegnung durch einen Doppelschlag innerhalb von 21 Sekunden ausgeglichen – Spencer Machacek und Sebastian Furchner (23.) hießen die Torschützen. Zwei Minuten später jubelten wieder die Wolfsburger. Die Schwarz-Gelben waren im kollektiven Tiefschlaf, William Wrenn schoss einen Bandenabpraller zum 3:2 ins Tor (25.). Pätzold hielt seine Mannschaft mit einigen Paraden im Spiel und in Überzahl konnten sich die Krefelder auf ihren schussgewaltigen Kapitän verlassen. Phillip Bruggisser drosch das Spielgerät von der blauen Linie zum 3:3 in den Winkel (32.).

Das Schlussdritteldrittel verlief ausgeglichen, bis Furchner zehn Minuten vor Ende der Begegnung die Schwarz-Gelben mit der erneuten Wolfsburger Führung schockte. Doch in der Schlussphase konnten sich die Krefelder auf ihre Paradereihe Mit Daniel Pietta, Jacob Berglund und Chad Costello verlassen, die das Spiel durch die späten Tore schließlich noch zum Guten drehte.

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