Schüsse, Defensive, Bullys: Was bei den Pinguinen besser werden muss

Krefeld Pinguine : Reids Erkenntnisse nach den ersten Pleiten

Der Trainer der Krefeld Pinguine will das Defensivverhalten seines Teams verbessern. Justin Hodgman und Mark Cundari sind verletzt.

Brandon Reid ist kein Mann der blumigen Worte. Auch nicht im Misserfolgsfall. Der Trainer der Krefeld Pinguine ist eher sachlicher Analytiker. Auf das augenscheinlich gute erste Drittel der Partie gegen die Augsburg Panther angesprochen, sagte der 38-Jährige trocken. „Wir hatten Glück, dass sie uns nicht schon früher weh getan haben.“ Trotz der Führung seien die ersten 20 Minuten beim Heimauftakt vor allem taktisch keine reife Leistung seiner Mannschaft gewesen. „Wir haben ihnen im Zentrum, in der neutralen Zone viel angeboten. Außerdem hatten wir ein paar richtig glückliche Abpraller“, gab Reid seine Eindrücke vom ersten Wochenende der neuen Eishockey-Saison wieder.

45 Schüsse aufs eigene Tor ließen die Krefelder gegen Augsburg zu

Trotz zweier Zwei-Tore-Führungen gingen die Spiele gegen die eingespielten Teams aus Straubing und Augsburg am Ende verloren. Zwei Punkte immerhin sicherten sich die Krefelder, hätten aber durchaus auch sechs Punkte zum Auftakt einfahren können. Bei der Fehleranalyse ging das Trainerteam ins Detail. Dabei sind die Schwächen der Pinguine offensichtlich.

45 Schüsse auf das eigene Tor gegen Augsburg, 36 gegen Straubing haben die Pinguine zugelassen. „Das sind viel zu viele, das wissen wir auch. Im vergangenen Jahr hatten wir einen Schnitt von 24 Schüssen pro Spiel, wir müssen das schnellstmöglich besser machen“, so Reid. In der Defensive muss noch weiter nachjustiert werden. Das Verhalten in der neutralen Zone gefielt Reid über weite Strecke gegen Augsburg nicht. Zudem machte sich der Ausfall von Mark Cundari in der Abwehr deutlich bemerkbar. Auch weil Mike Schmitz einen gebrauchten Tag erwischte. Der Youngster erhielt von Reid zum Ende der Partie hin deutlich weniger Eiszeit.

Bei der Bullystatistik konnten die Pinguine in Straubing (29:27) eigentlich zufrieden sein. Kai Hospelt verlor aber das entscheidende Anspiel vor dem Treffer zum 3:3 – 22 Sekunden vor Schluss. Gegen Augsburg spracht die Statistik eine andere Sprache. 35 gewonnenen standen 46 verlorene Bullys gegenüber. In der Verlängerung ging jedes der fünf Bullys an die Gäste aus Augsburg. Ein Aspekt, der das Trainerteam ärgern dürfte. Wurde im Sommer auf der Mittelstürmerposition deutlich nachgelegt. Mit Justin Hodgman droht jetzt gegen Ingolstadt (Fr., 19.30 Uhr) und am Sonntag im Heimspiel gegen Iserlohn (16.30 Uhr) ein weiterer Kopf des Teams auszufallen. Die Ausfälle von Cundari und Hodgman wiegen schwer. „Das ist natürlich nicht schön und macht die Sache sicherlich nicht einfacher für uns“, sagt Matthias Roos, der keine Angaben machte, wie schwerwiegend die Verletzungen der beiden Spieler sind. „Es dürfte aber hoffentlich nicht allzu lange dauern, bis sie wieder zur Verfügung stehen“, so der Sportliche Leiter der Schwarz-Gelben.

Für das Heimspiel am Sonntag ist Dimitri Pätzold wieder eine Alternative. Der seit Saisonbeginn verletzte Torwart fühle sich gut und konnte wieder mit dem Team trainieren, so Roos. Ob es bereits für das Spiel am Freitag reicht, ließen Reid und Roos am Mittwoch offen. Ennio Albrecht steht erneut als Ersatztorwart für Jussi Rynnäs bereit, der an seinem ersten DEL-Wochenende überzeugte.

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