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Doppelter Ehrenvorsitz für den Wuppertaler Karl-Eberhard Wilhelm

Auszeichnung : Doppelter Ehrenvorsitz für Karl-Eberhard Wilhelm

Der Bürgerverein und der Förderverein Belvedere-Turm würdigen den 70-jährigen Karl-Eberhard Wilhelm und ernannten ihn jeweils zum Ehrenvorsitzenden.

Uellendahl. Die Überraschung war gelungen. Mit einer kleinen, corona-konformen Delegation waren am vergangenen Wochenende der Bürgerverein Uellendahl und der Förderverein Belvedere-Turm bei Karl-Eberhard Wilhelm aufgelaufen, um ihm eine besondere Urkunde zu überreichen: Beide Vereine ernannten den 70-Jährigen zum Ehrenvorsitzenden. Rechtzeitig, bevor Wilhelm seine Zelte in Wuppertal abbricht. Am Montag wird er gemeinsam mit seiner Frau Brigitte Craus-Wilhelm nach Wilhelmshaven umziehen. „Aus gesundheitlichen Gründen“, wie der ehemalige Vorsitzende des Bürgervereins schon lange angekündigt hatte.

„Er wusste von nichts“, freute sich Wolfgang Nicke vom Bürgerverein. Sein langjährige Vorsitzender „hatte, wie der Wuppertaler sagt, Pippi inne Augen“. Eigentlich hatten beide Vereine eine Ehrung im Rahmen von Mitgliederversammlungen oder ähnlichem geplant. Da die durch Corona aber aktuell nicht stattfinden, habe man improvisieren müssen, „um ihn noch vor dem Abflug nach Wilhelmshaven zu erwischen“.

Mehr als 20 Jahre stand Wilhelm dem Bürgerverein vor, ehe er 2019 kürzer trat. Bis zuletzt hatte er aber noch den Vorsitz des Fördervereins inne, den er selbst aus der Taufe gehoben hatte und der sich um die Sanierung des Denkmals Belvedere-Turm an der Kohlstraße kümmert.

„Mit Beharrlichkeit zum Ziel“, hatte Wilhelm sein Engagement stets beschrieben - aber auch schmunzelnd eingeräumt, dass der eine oder andere ihn doch auch gerne mal als „unbequem“ bezeichnete. Im Rathaus, so habe man ihm erzählt, wusste man, „wenn der Wilhelm kommt, dann gibt es Arbeit“. Hin und wieder sei er mit seiner Art angeeckt. Gerade deshalb habe er sich aber auch sehr über die vielen E-Mails gefreut, sogar von aktuellen und ehemaligen Verwaltungsmitarbeitern, die sich bei ihm bedankten für die geleistete Arbeit, nachdem er im Januar seinen endgültigen Umzug angekündigt hatte. „Alles in allem war das ein sehr schöner Abschied für mich“, sagt Wilhelm mit Blick auf den Besuch am Samstag.

Kampf um den Erhalt
des Hallenbades

In seine Zeit als Vorsitzender des Bürgervereins fiel der Kampf um den Erhalt des Hallenbades am Röttgen und für den Schutz des Mirker Hains - einschließlich des Waldhauses Sanssouci, das mittlerweile ein Denkmal ist. Wilhelm ist beim Bürgerverein der dritte Ehrenvorsitzende nach Leo Schmitz - „mein Ziehvater bei der Vereinsarbeit“ - und Hans Joachim Wolff.

Für den Bürgerverein waren Wilhelms Nachfolger Guido Gehrenbeck und der 2. Vorsitzende Wolfgang Nicke bei der Übergabe dabei, für den Förderverein der geschäftsführende 1. Vorsitzende Thomas Lange, Schriftführer Martin Nakat und die beiden Vorstandsmitglieder Thomas Herzog und Marc Walter.