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Wuppertaler Aktionsgruppe „52 für 42“: Jede Woche eine gute Tat für Bedürftige

Gemeinnütziges Projekt : Aktionsgruppe „52 für 42“: Jede Woche eine gute Tat für Bedürftige

Acht Mitglieder der Gruppe „52 für 42“ wollen solidarisch und unbürokratisch den Menschen helfen, die besonders viel Unterstützung benötigen.

Die Idee kam Thilo Küpper bei einem Heimspiel des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV im Stadion am Zoo: „Ich hatte einen jungen Mann zum Spiel eingeladen, weil ich wusste, dass er ehrenamtlich im Hospiz arbeitet. In unserem Gespräch habe ich festgestellt, was für ein toller Mensch er ist, und ich habe gedacht, dass man etwas tun müsse, um die Menschen zu unterstützen, die ehrenamtlich tätig sind“, berichtet Küpper, der auch seine Frau Isabel für den Gedanken erwärmen konnte.

Da es auch im Bekanntenkreis des Ehepaares ähnlich denkende Freunde gab, hat sich vor rund einem Jahr, praktisch mit Beginn des Ausbruchs der Corona-Pandemie, die Gruppe „52 für 42“ gebildet. Die Bedeutung des Namens erklärt sich schnell: 52 Wochen im Jahr gute Taten für Wuppertal, dessen Postleitzahl ja mit 42 beginnt, erklärt Küpper.

Die sieben Personen starke Gruppe machte sich auch gleich daran, ihre Idee in gute Taten umzusetzen. Und zwar nicht, um neue Projekte ins Leben zu rufen, sondern bereits bestehende Aktionen ehrenamtlich zu unterstützen.

So wurden zum Beispiel für die Kinder der Grundschule Marienstraße zehn neue Tretroller angeschafft. „Das richtet sich vor allem an Kinder aus sozial schwachen Familien, die diese Geräte nicht selbst anschaffen und in ihrer Freizeit nutzen können“, berichtet Küpper.

Ein anderes Beispiel ist die Unterstützung des Kinder- und Jugend-Hospizes Burgholz zusammen mit den Fußballern Mike Osenberg und Kevin Pytlik. Für die Wuppertaler Tafel gab es zur Weihnachtszeit 1000 Tafeln Schokolade, Trikotsponsoring für die Fußball-Damen des WSV sowie Regenjacken für das multikulturelle Begegnungszentrum „Alte Feuerwache“ in Elberfeld. Manches wurde erreicht, aber noch viel mehr hat die inzwischen auf acht Personen angewachsene Gruppe „52 für 42“ für die nahe Zukunft vor.

So sollen die Songwerkstatt der Alten Feuerwache und der dortige Mittagstisch gefördert, Masken für Wuppertaler Grundschulen angeschafft, Hilfe bei der Anschaffung eines neuen Spielmobils des CVJM Adlerbrücke geleistet oder Zuschüsse bei der Gestaltung des Waldkindergartens gewährt werden, wie Tim Leusmann, Mitglied bei „52 für 42“, berichtet.

Aktionen, die bei allem ehrenamtlichen Engagement aber auch erheblicher Finanzkraft bedürfen. „Meine Frau und ich stellen im Jahr einen fünfstelligen Betrag aus unseren eigenen Mitteln zur Verfügung“, erklärt Thilo Küpper.

Hoffen auf baldige Eintragung
in das Vereinsregister

„Solidarisch und unbürokratisch“ – das haben sich die Mitglieder der Gruppe als Leitmotiv auf ihre Fahnen geschrieben, aber um selbst Spenden einwerben und Spendenquittungen ausstellen zu können, bedarf es eines gemeinnützigen Vereins. Und den haben die sechs Freunde um das Ehepaar Küpper am 22. Dezember vorigen Jahres gegründet und hoffen nun auf die baldige Eintragung ins Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

Denn für Thilo Küpper (1. Vorsitzender), Isabel Küpper (2. Vorsitzende), Peter Temmert (1. Kassenwart), Linus Berghaus (2. Kassenwart) sowie die Mitglieder Sebastian Schorre, Simon Harmke, Tim Leusmann und Gin Tely gibt es noch viel zu tun.

„Der Bedarf an Unterstützung hat durch die Pandemie noch weiter zugenommen und wächst ständig. Und wir möchten gern den Menschen helfen, die sich für die Bedürfnisse und gegen die Notstände von Menschen in unserer Stadt einsetzen“, heißt es auf Instagram und Facebook unter „52für42“ sowie auf der Homepage der Gruppe.

52fuer42.de