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Das Gelände der alten Bäckerei im Wuppertaler Zooviertel liegt brach

Infrastruktur : Anwohner ärgern sich über leeres Grundstück im Zooviertel

Anfang 2019 wurde das Gebäude der alten Bäckerei Scharrenberg’s Backofen im Zooviertel abgerissen. Die Anwohner erinnern sich zurück - und hoffen auf neue Bebauung.

Seit zwei Jahren liegt das Grundstück an der Freyastraße des Zooviertels brach. Die Anwohner sind nicht erfreut und hoffen auf neue Baumaßnahmen.

Die alte Bäckerei Scharrenberg’s Backofen, die dort einst stand, wurde vor einigen Jahren geschlossen, das Gebäude verkauft. Lange passierte nichts, aber Anfang 2019 wurde es von dem Käufer abgerissen. Seither ist nichts passiert.

Die Anwohner des Zooviertels erinnern sich an die Zeit zurück, als die Bäckerei noch geöffnet hatte. „Früher sind viele Eltern morgens früh mit ihren Kindern in die Bäckerei gegangen“, erzählt Dania Müller, Mitarbeiterin der Kindertagesstätte Stoppelhopser in der Nähe. In der Pause habe man frisches Gebäck für die Kinder besorgt und ihnen zusammen gegessen. „Die Bäckerei hatte selbst gemachte Brötchen, ohne Zusatzstoffe, anders als in den Backstationen der Discounter“, sagt Dania Müller.

Auch der Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck beschwert sich über das leerstehende Grundstück und ist nicht zufrieden mit der aktuellen Situation. „Wir waren überrascht, als das alte Schieferhaus abgerissen wurde und haben mit Spannung auf Neues gewartet“, berichtet der Vorsitzende Udo Hindrichs. „Einige haben spekuliert, ob wieder eine Bäckerei gebaut wird.“ Der Bürgerverein finde es sehr schade, dass bis heute nichts gebaut wurde und das Grundstück „vor sich hin gammelt“. „Jeder hat Verständnis für Planungszeit, aber dass nichts gebaut wird, können wir als Bürgerverein nicht einsehen“, so Hindrichs.

Bürgerverein hofft auf Bautätigkeit in diesem Jahr

Es gab Gründe, weshalb das Gebäude mit der Bäckerei abgerissen wurde: Laut der Nachbarin Angelika Oehler sei das Gebäude von einem Pilz befallen gewesen. Eine Sanierung soll auch nicht mehr möglich gewesen sein. Auch sie ist nicht zufrieden mit der Situation. Die Bauzäune um das Grundstück bereiten ihr Sorgen. „Vor allem ältere Menschen oder Kinder, die in die Schule oder zur Kita gehen, können über die Betonfüße der Zäune stolpern und sich schwere Verletzungen zuziehen“, sagt Oehler.

Der Bürgerverein hat jedoch noch Hoffnung, dass eine Lösung gefunden wird. „Als Bürgerverein wünschen wir uns, dass der neue Eigentümer nun zum Beginn dieses neuen Jahres tätig wird und dass das großzügige Grundstück statt des hässlichen Bauzauns bald eine positive Zukunft in unserem Viertel haben wird“, sagt Udo Hindrichs. Hilfsweise solle dringend „eine gefällige und geordnete Übergangslösung“ geschaffen werden.

Der Inhaber des Grundstücks konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden und hat auf schriftliche Anfragen nicht reagiert.