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Sechs-Punkte-Spiel für den Wuppertaler SV gegen Homberg

Fußball-Regionalliga : Sechs-Punkte-Spiel für den WSV

Mit Aufsteiger Homberg kommt am Samstag ein Konkurrent im Abstiegskampf.

Wenn es am Freitag nicht mehr wolkenbruchartig regnet, steht dem ersten Regionalliga-Heimspiel 2020 des Wuppertaler SV am Samstag nichts mehr im Wege, lautete am Donnerstag die Botschaft aus dem Stadion am Zoo. Und das ist gleich ein extrem wichtiges, wenn man auf die Tabellenkonstellation schaut. Zu Gast ist um 14 Uhr Aufsteiger VfB Homberg, der als aktueller Tabellen-17. ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt ist. Mit 15 Zählern haben die Duisburger nur zwei weniger gesammelt als der WSV und vor der Winterpause mit einem 2:0-Sieg bei Rot-Weiss Essen gezeigt, dass sie sich noch lange nicht aufgegeben haben.

„Das ist für uns eine Warnung, aber den besonderen Reiz schöpft das Spiel aus der Tabellenkonstellation. Wir haben im Winter Spieler mit Regionalligaerfahrung dazu bekommen, das sollten sie dann auch zeigen“, sagt WSV-Trainer Pascal Bieler. Trotz des Erfolgsdrucks freut er sich auf das erste Heimspiel 2020 und sein erstes in der neuen Rolle als Cheftrainer.

Mit einem Sieg gegen Homberg, das man im Hinspiel mit 3:1 bezwungen hatte, könnte der WSV die Abstiegsplätze wieder verlassen, sollte Haltern nicht in Düsseldorf gewinnen. Ansonsten würde es unten immer enger, zumal die direkten Konkurrenten Haltern und Lippstadt noch zwei beziehungsweise drei Spiele weniger ausgetragen haben als der WSV.

Abwehrmann Refai und
Stürmer Sindi verpflichtet

Beim Unternehmen Klassenerhalt sollen noch zwei weitere Spieler mithelfen, die der WSV am Donnerstag verpflichtet hat, bevor das Transferfenster am Freitag schließt. Der erst 20 Jahre alte tunesische Abwehrspezialist Hassine Refai und Rechtsaußen Karoj Sindi (30) sollen den Kader verbreitern. Wie derzeit alle Verpflichtungen gelten sie vorerst nur bis zum Saisonende.

„Durch den nicht geplanten Weggang von Nedim Pepic mussten wir in der Defensive handeln. So kam der Kontakt zu Hassine Refai zu Stande. Karoj, den wir ja hier kennen, hat sich nach einem Auslandsabenteuer in Malaysia selbst beworben. Beide waren finanziell darstellbar. Natürlich darf man vor diesem Hintergrund keine Wunderdinge von ihnen erwarten“, sagt Sportdirektor Thomas Richter. Für ihn sind es die ersten Verpflichtungen, die er selbst eingefädelt hat. Sein Vorgänger Karsten Hutwelker hatte sich zuvor um die Ex-Wattenscheider Florian Kraft, Marwin Studtrucker, Tolga Cokkosan, Yannick Geisler sowie Ali Ceylan (Fortuna Köln) bemüht. Mit Torwart Edin Pepic, Nedim Pepic, Danny Kierath, Yusa Alabas und Ufumwen Osawe gab es umgekehrt fünf Abgänge.

Nach den vier Wattenscheidern ist Hassine Refai der fünfte Spieler, der von einem Regionalligisten kommt, der den Spielbetrieb wegen Insolvenz einstellen musste. Sein Ex-Klub Rot-Weiss Erfurt hat das in der Winterpause getan. Der ehemalige tunesische U-18-Nationalspieler, der in Leverkusen wohnt und in der Jugend von Fortuna Düsseldorf und Fortuna Köln gespielt hat, war nach einem Oberliga-Jahr in Schonnebeck im Sommer nach Erfurt gewechselt, hatte dort aber kein Spiel absolviert, weil es Probleme mit der Aufenthaltsgenehmigung gab, so Thomas Richter. Nach seiner Rückkehr nach NRW sei das aber jetzt kein Problem gewesen. Ob der 1,89 m große, kopfballstarke Linksfuß angesichts der Personalprobleme in der WSV-Innenverteidigung schon ein Thema für Samstag sein könnte, wollte Trainer Pascal Bieler noch nicht sagen. Fest steht, dass ihm mit Tjorben Uphoff sonst nur ein etatmäßiger Innenverteidiger zur Verfügung steht. Kevin Pytlik hat beim 1:3 in Dortmund die fünfte Gelbe Karte erhalten und ist gesperrt, Tom Meurer (Zerrung am Hüftbeuger); Noah Salau (Schlüsselbeinbruch) und Daniel Nesseler (an der Leiste operiert) stehen aus Verletzungsgründen nicht zur Verfügung.

„Doch egal in welcher Konstellation und in welchem System, wir müssen unsere Qualität auf den Platz bringen sagt Pascal Bieler und hofft, dass die Mannschaft im Heimspiel eins nach den Veränderungen im Winter von den Rängen ähnlich gut unterstützt werde,wie in Dortmund.